Rotary-Club spendet für Erdbeben-Opfer

Schmallenberg..  Ursprünglich war der Benefiz-Abend des Rotary-Clubs Schmallenberg-Winterberg-Lennetal für Jugendförderungs-Projekte im Schmallenberger Stadtgebiet gedacht. Doch ganz spontan entschlossen sich die anwesenden Rotarier und ihre Gäste für die Aufteilung des Spendenerlöses: Die verheerenden Erdbeben in Nepal Ende April fanden nur vier Tage vor der Wohltätigkeitsveranstaltung statt. „Aus dem entsetzlich aktuellen Anlass haben wir beschlossen, die Hälfte der Spenden den Opfern der Erdbeben-Katastrophe zukommen zu lassen“, so Präsident Rudolf Cater an dem Abend.

Film über den Himalaya

Die Rotarier hatten zu ihrem Benefiz-Abend den renommierten Dokumentarfilmer und Kenner Nepals, Hajo Bergmann, eingeladen. Vortragsthema war seine neueste Dokumentation „Die Straße der Achttausender“. Wie brandaktuell der Bildervortrag an jenem Abend sein würde, konnte zum Zeitpunkt der Terminvereinbarung niemand ahnen. Die Bilder aus der Doku „Die Straße der Achttausender“ zeigten die atemberaubende Schönheit der Himalaya-Region und somit auch Nepals. Bergmann, der seit mehr als zwei Jahrzehnten als ausgewiesener Experte dieser Region gilt, berichtete von seinen Erfahrungen, von den Lebensumständen der Menschen dort, von ihren Traditionen und den Veränderungen rund um den Himalaya.

Viele seiner Bilder besitzen nun historischen Wert. Wie nahe ihm die Katastrophe geht, war deutlich zu merken – von vielen Bauwerken und Naturschönheiten wusste er an dem Abend noch nicht genau, wie stark sie zerstört sind. Klar war für Bergmann jedoch sofort, dass die Beben unendliches Leid über die Menschen in Nepal gebracht haben. Und das es die Ärmsten dort am Schlimmsten getroffen hat.

Spende an Hilfsprojekt

Mit dem Entschluss, die Hälfte der Spendenerlöse in Nepal einzusetzen, folgte die Kontaktaufnahme zu Johannes Börger aus Fleckenberg. Gemeinsam mit seinem Freund aus Kindertagen, Norbert Grobbel aus Olpe, hatte er bereits einen Spendenaufruf gestartet. Nach dem Benefiz-Abend des Rotary-Clubs kam noch mal eine große Summe dazu.

Seit mehr als vierzig Jahren reisen Landwirt Johannes Börger und seine aus Nepal stammende Frau Alka regelmäßig in das Land. Unzählige persönliche sowie berufliche Kontakte und seine guten Ortskenntnisse ermöglichen es, Hilfe genau dort hinzubringen, wo sie nötig ist.

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