Rettung kommt aus der Luft

Ein ähnliches Hubschraubermodell steht in den USA für die Luftrettung Sauerland schon bereit. Nach einer Genehmigung würde es etwa ein halbes Jahr dauern, bis er einsatzbereit vor Ort wäre.
Ein ähnliches Hubschraubermodell steht in den USA für die Luftrettung Sauerland schon bereit. Nach einer Genehmigung würde es etwa ein halbes Jahr dauern, bis er einsatzbereit vor Ort wäre.
Foto: Luftrettung Sauerland
Was wir bereits wissen
Die Initiative „Luftrettung Sauerland“ erhält wissenschaftliche Bestätigung. Die offizielle Genehmigung fehlt allerdings noch.

Schmallenberg..  Die Luftrettung könnte die medizinische Versorgung rund um das Schmallenberger Sauerland verbessern. Da sind sich die Mitglieder des Fördervereins „Luftrettung Sauerland“ sicher. Auch erste Ergebnisse einer Studie im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums sprechen für den vermehrten Einsatz von Rettungshubschraubern in ländlichen Regionen. Allerdings steht die offizielle Genehmigung noch aus.

Dünn besiedelte Regionen

„Das Genehmigungsverfahren liegt bei der Bezirksregierung Münster“, sagt Markus Hennecke. Der Rettungsassistent engagiert sich für den Förderverein, der die Luftrettung Sauerland initiieren will. Sie wollen die medizinische Versorgung im Notfall verbessern. Dazu soll ein Hubschrauber 24 Stunden am Tag verfügbar sein. Er könnte am Flugplatz in Meschede-Schüren stationiert werden.

Dass dieses Konzept sinnvoll wäre, deuten auch erste Ergebnisse des Projekts „PrimAir“ im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums. Ziel der Experten ist es, ein Modell zu entwickeln, nach dem Rettungsdienste in dünn besiedelten und strukturschwachen Gegenden neu organisiert werden können. „Genau das ist es, was wir auch vorhaben“, sagt Hennecke.

Bisher liegen die nächsten Luftrettungs-Stützpunkte in Siegen und Dortmund. Von Meschede aus könnte der Hubschrauber Patienten im Hochsauerlandkreis schneller erreichen. In weniger als einer Viertelstunde könnte er die Patienten dann nach Siegen oder Dortmund fliegen. In nur rund 20 Minuten würde er Spezial-Kliniken in Münster und Köln anfliegen können.

Finanzierung des Hubschraubers

Momentan warten die Initiatoren auf eine Entscheidung der Bezirksregierung Münster. Sollte die positiv ausfallen, könnte der Hubschrauber schon in etwa einem halben Jahr startbereit in Meschede stehen. „Die Finanzierung für die Maschine steht schon“, sagt Hennecke. „Der nächste Schritt wären dann Verhandlungen mit den Krankenkassen.“ Denn mit diesen müssten die Einsatzkosten abgerechnet werden.

Eine eigene GmbH für die Sauerländer Luftrettung wurde bereits gegründet. Bei ihr könnte das medizinische Personal beschäftigt werden. Piloten und Hubschrauber soll ein darauf spezialisiertes Unternehmen aus Dortmund stellen.