Restaurierung der Reister Orgel rückt in greifbare Nähe

Foto: Privat / WP Meschede
Was wir bereits wissen
In der jüngsten Mitgliederversammlung des Vereins PRO - Projekt Reister Orgel - hat der Vorsitzende Dr. Norbert Kühn über einige Neuigkeiten im Zusammenhang mit der dringend notwendigen Restaurierung der Reister Orgel berichtet.

Reiste..  So waren Anfang des vergangenen Jahres drei Orgelbaufirmen um eine Angebotsabgabe gebeten worden, die mittlerweile ausgewertet wurden. Alle drei Angebote bestätigen noch einmal die dringende Notwendigkeit der Restaurierung - allerdings verursacht die Sanierung auch voraussichtliche Kosten in Höhe eines deutlichen sechsstelligen Betrages. Neben Kostenzusagen des Bundes (200 000 Euro) und des Erzbischöflichen Generalvikariats in Paderborn (ca. 20 000 Euro) verwaltet der Verein PRO eigene Spendenmittel in Höhe von rund 50 000 Euro.

Schriftliche Zusage fehlt noch

Eine schriftliche Zusage seitens des Landes liegt zwar zurzeit noch nicht vor, allerdings wurde den Reistern Mitte des Jahres mitgeteilt, dass man die Restaurierung als „dringlich und notwendig“ ansehe und man seine Verpflichtungen eingehen werde.

Das haben ein Vertreter des Bauministerium in Düsseldorf, eine Vertreterin des LWL-Amtes für Denkmalpflege in Münster und Wolfgang Struff von der Bezirksregierung in Arnsberg bei einem wichtigen gemeinsamen Treffen Anfang Oktober 2014 mit den Verantwortlichen des Orgelbauvereins und dem Reister Kirchenvorstand noch einmal bestätigt. Der Verein hofft jetzt nach Lockerung der Haushaltssperre des Landes auf einen schriftlichen Zuwendungsbescheid in Höhe der beantragten 100 000 Euro - gesplittet auf die Jahre 2015 bis 2017.

Weiterhin konnten nach Angaben des Vereins weitere öffentliche und private Fördergeber gewonnen werden, die ihre Spendenbereitschaft bei Umsetzung der Maßnahme signalisiert haben.

Dr. Norbert Kühn resümiert: „Hinter den Kulissen haben wir in diesem Jahr viel erreicht. Der Grundstein ist gelegt, das wir mutig weitermachen. Wir befinden uns jetzt noch in einer Kurve – im Jahr 2015 wollen wir auf der Zielgeraden sein.“ Dafür sei der Verein allerdings zwingend auf weitere private Spenden und Fördermittel aus dem Bereich Denkmalschutz angewiesen.“ Dr. Kühn bedankt sich besonders bei Jörg Kraemer von der Erzdiözese Paderborn für die Erstellung der Ausschreibungsunterlagen und die Auswertung der umfangreichen Angebote. „Dafür hat sich Jörg Kraemer besonders ins Zeug gelegt und steht uns auch hier beratend zur Seite“, so Dr. Norbert Kühn.

Neben einer Satzungsänderung und der Beibehaltung des Jahresbeitrags in Höhe von zwölf Euro wurden der Vorsitzende Dr. Norbert Kühn und der Geschäftsführer Alfons Plett einstimmig in ihren Ämtern wiedergewählt.

Die Beiratsmitglieder Josef Baust und Hubertus Kotthoff wurden ebenfalls bestätigt.

Neu in den Beirat wählte die Versammlung Rudolf Franzen und Paul Habbel.

Neue Mitglieder sind immer herzlich willkommen.

Wer den Erhalt der historischen Orgel mit einer Spende unterstützen möchte: Die Bankverbindung lautet Volksbank Reiste-Eslohe eG, Kontonummer 50884000, Bankleitzahl 46464453. Spendenquittungen stellt der Reister Verein auf Wunsch aus.