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Religionslehrer am Mescheder Gymnasium soll Schülerin unvermittelt geküsst haben

24.09.2012 | 16:59 Uhr
Religionslehrer am Mescheder Gymnasium soll Schülerin  unvermittelt geküsst haben

Meschede.  Eklat an einem Mescheder Gymnasium: Ein Religionslehrer soll eine 16 Jahre alte muslimische Schülerin unvermittelt in der Pause geküsst haben. Der Lehrer wurde mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden.

Die Bezirksregierung Arnsberg hat einen Religionslehrer des Städtischen Gymnasiums in Meschede mit sofortiger Wirkung von seinen Dienstgeschäften entbunden. Dies bestätigte deren Sprecher Dr. Christian Chmel-Menges am Montag auf Anfrage.

Der Mann soll demnach am vergangenen Dienstag plötzlich auf eine 16 Jahre alte muslimische Schülerin zugegangen sein, sie zweimal geküsst und umarmt haben. Der Vorfall geschah mittags in der Pause vor einer Vielzahl von Zeugen. Die Oberstufen-Schülerin wandte sich später an die Schulleitung.

Bezirksregierung prüft Disziplinarverfahren

Am vergangenen Donnerstag fand ein Dienstgespräch mit dem Lehrer statt, danach wurde er von seinen Aufgaben entbunden. Die Bezirksregierung prüft jetzt, ob gegen den Mann auch ein Disziplinarverfahren eingeleitet wird. Bis dahin darf der Lehrer nicht mehr an der Schule unterrichten.

Das Verhalten des Lehrers sei „absolut inakzeptabel“, sagt Chmel-Menges: „Wir reagieren auf solche Vorfälle äußerst sensibel und nehmen sie sehr ernst.“ Weil es ähnliche Vorfälle an anderen Schulen gegeben habe, wo Lehrer das nötige Maß aus Nähe und Distanz verloren hätten, wird bei der Bezirksregierung gerade eine Handreichung vorbereitet, die im Oktober alle Schulleitungen im Regierungsbezirk erhalten.

JK

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