Reise durch die Welt der Mikroskope

Meschede..  Was bitte ist ein Fluoreszenzmikroskop – und warum bekommt man dafür einen Nobelpreis? Diese Frage stellt sich Prof. Dr. Bianca Will im Mescheder Hochschulreferat am Mittwoch, 7. Januar. Zur Beantwortung unternimmt sie mit den Zuhörern eine Reise durch die Welt der Mikroskopie.

Die Lichtmikroskopie ist seit jeher vor allem auf dem Gebiet der Biologie ein unverzichtbares Hilfsmittel. Allerdings hat Ernst Abbe bereits 1873 festgestellt, dass mit einem Lichtmikroskop nur Strukturen sichtbar werden, die größer als 0,2 Mikrometer sind. Hochauflösende Bilder von dem Innenleben unserer Zellen, Bakterien oder Viren konnten daher bislang nur im Vakuum mit einem Elektronenmikroskop aufgenommen werden. Eine Untersuchung lebender Organismen war bislang nicht möglich.

Gesetz durchbrochen

2014 wurde der Nobelpreis an die drei Wissenschaftler Stefan Hell, Eric Betzig und William E. Moerner verliehen.

Sie haben es geschafft, das sogenannte „Abbesche Gesetz“ zu durchbrechen. Mit dem daraus entstandenen Fluoreszenzmikroskop ist es heute möglich, Aufnahmen mit einer Auflösung von bis zu 20 Nanometern zu machen. Wie das funktioniert und welche Bilder dabei entstehen, zeigt Prof. Dr. Bianca Will in ihrer Antrittsvorlesung.

Der Vortrag ist öffentlich und beginnt um 18 Uhr im Hörsaal 1.1.2 der Fachhochschule Südwestfalen, Lindenstr. 53 in Meschede. Die Teilnahme ist kostenlos.

Das gesamte Programm der Mescheder Hochschulreferate gibt es unter www.fh-swf.de.