„Rede von Volker Arens war parteilich“

Meschede..  Der Vortrag war launig und unternehmerfreundlich – daher offenbar einem Vorsitzenden der Interessengemeinschaft Mescheder Wirtschaft angemessen. Für Jürgen Lipke, Stadtverbandsvorsitzender der SPD, klang es allerdings eher wie eine Generalabrechnung mit seiner Partei auf Landes- und Bundesebene, und das gehöre nicht auf den Jahresempfang der Mescheder Wirtschaft, ärgert sich der SPD-Ratsherr: „Laut Satzung arbeitet IMW überparteilich, daran hat sich Volker Arens nicht gehalten.“

Schulpolitik, Mindestlohn und die Rente mit 63 – alles Themen, die Volker Arens, der gleichzeitig stellvertretender CDU-Kreisvorsitzender ist, bei seiner Rede Richtung SPD heftig kritisierte. Das sei auch in den vergangenen Jahren ähnlich gewesen, sagte Lipke. Manch ein Genosse meidet aus diesem Grund schon den IMW-Empfang.

„Fühlten uns deplatziert“

Ähnliche parteipolitische Reden kenne er von vergleichbaren Veranstaltungen nicht, sagte Lipke: „Meine Frau und ich fühlten uns regelrecht deplatziert.“ Vom Bürgermeister sei er solche Reden nicht gewohnt. „Uli Hess wahrt da immer die Neutralität.“ Auch von weiteren IMW-Besuchern sei er auf die Generalabrechnung angesprochen worden. Lipke verließ die Veranstaltung dann auch vorzeitig.

Volker Arens rechtfertigte seine Ausführungen gegenüber unserer Zeitung damit, dass er als IMW-Vorsitzender nur die Unternehmermeinung dargestellt habe. „Ich habe Themen angesprochen, die für die Unternehmer im vergangenen Jahr aktuell waren. Das hatte mit meiner Parteizugehörigkeit nichts zu tun.“