Rauchdemo-Haus soll Gefahren veranschaulichen

Bürgeramtsleiterin Claudia Schmitten, Wehrführer Andreas Schulte, Bürgermeister Ralf Péus, Dieter Püttmann (Sparkasse Hochsauerland) und Uli Hesse (von rechts) am neuen „Rauchdemohaus“.
Bürgeramtsleiterin Claudia Schmitten, Wehrführer Andreas Schulte, Bürgermeister Ralf Péus, Dieter Püttmann (Sparkasse Hochsauerland) und Uli Hesse (von rechts) am neuen „Rauchdemohaus“.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Wie schnell sich lebensgefährlicher Rauch in einem Haus ausbreitet und wie man sich optimal schützen kann - das alles zeigt das so genannte „Rauchdemohaus“ der Freiwilligen Feuerwehr Bestwig.

Bestwig..  Im Beisein von Bürgermeister Ralf Péus überreichte jetzt Dieter Püttmann, Leiter der Geschäftsstelle Bestwig in der Sparkasse Hochsauerland, ein solches Rauchdemohaus an Wehrführer Andreas Schulte und Brandschutzerzieher Uli Hesse.

Gefahren

Denn gerade die Brandschutzerziehung soll damit noch anschaulicher werden: „Kinder, Jugendliche, aber auch Erwachsene begreifen so viel schneller, welche Gefahren mit dem Brandrauch verbunden sind“, freut sich Uli Hesse, „und wir können auch zeigen, wie man sich im Brandfall richtig verhält.“ Ausgestattet ist das Haus mit Playmobil-Figuren, die Alltagssituationen nachstellen - „ein Vorteil, um insbesondere mit Kindern eine gemeinsame ,Sprache‘ zu finden“, so Dieter Püttmann.

Ein Spielzeug ist das dreigeschossige Miniaturhaus deshalb aber nicht - eher schon ein mobiles Werkzeug. Mit Hilfe einer kleinen Nebelmaschine, die per Fernbedienung in Betrieb gesetzt werden kann, können die einzelnen Zimmer des Hauses verraucht werden. Türen lassen sich mittels Seilzug öffnen und schließen; drei Rauchmelder melden Alarm, sobald Rauch in eine Messkammer eindringt. „Wir können nun dank des Rauchdemohauses sehr genau veranschaulichen, wie sich der gefährliche Qualm in Wohnung und Treppenhaus ausbreitet, wenn bei einem echten Brand die Türen nicht geschlossen sind“, erklärt Uli Hesse. Noch eine wichtige Botschaft: Rauchmelder können zu Lebensrettern werden, wenn es brennt. „Denn Brandrauch ist heimtückisch, vernebelt die Fluchtwege und betäubt schon nach wenigen Atemzügen“, ergänzt Andreas Schulte. Das extrem giftige Kohlenmonoxid kann dann in kürzester Zeit zum Tod führen: „Deshalb gehören Rauchmelder mindestens auf jeder Etage an zentrale Stelle - zum Beispiel im Flur.“

Mobile Rauchverschlüsse

Besonderes Plus des Hauses: Ausbildungsmodule für die Feuerwehr. So wird die so genannte „Überdruckventilation“, die zur Minderung sich ausbreitenden Brandrauchs eingesetzt wird, ebenso thematisiert wie der Einsatz von mobilen Rauchverschlüssen. Denn gerade in mehrgeschossigen Häusern besteht die Gefahr, dass das Treppenhaus als Rettungsweg verraucht wird, wenn Türen geöffnet werden. Uli Hesse: „Mit einem mobilen Rauchverschluss lassen sich Treppenräume und Flure als Rettungswege für Selbst- und Fremdrettung rauchfrei halten.“

Anschaffung unterstützt

Mit rund 1200 Euro hat die Sparkasse Hochsauerland die Anschaffung des Rauchdemohauses unterstützt. Zu dem Haus gehört auch ein mobiler Rollkoffer. Eingesetzt werden soll das Rauchdemohaus nun vor allem in Kindergärten und Schulen. Aber auch Kooperationen mit Vereinen, Betrieben oder Senioreneinrichtungen seien denkbar, so Andreas Schulte: „Es ist nie zu spät, sich mit einfachen Regeln zu beschäftigen, die im Notfall Leben retten können.“