Ramsbeck verliert immer mehr Einwohner

Die Bevölkerung wird immer älter.
Die Bevölkerung wird immer älter.
Foto: WP Michael Kleinrensing
Ramsbeck ist der große Verlierer des demografischen Wandels in der Gemeinde Bestwig - zumindest, wenn es um die Zahl der Einwohner geht.

Bestwig..  Der Ort hat in den vergangenen 13 Jahren mit minus 21,95 Prozent den prozentual größten Bevölkerungsrückgang verzeichnen müssen. Dort leben heute insgesamt 423 Menschen weniger als noch im Jahr 2002. Das geht aus dem neuesten Demografie-Bericht hervor, den die Gemeinde Bestwig seit 2008 jährlich aufs Neue präsentiert, um die damit einhergehenden Probleme nicht aus dem Blick zu verlieren.

Den einzigen Zuwachs in den vergangenen 13 Jahren hat Ostwig inklusive Alfert und Borghausen verzeichnet. Dort ist die Einwohnerzahl um 97 Personen beziehungsweise 5,99 Prozent gestiegen. „Der Hauptgrund hierfür dürfte in der Besiedlung der Baugebiete Im Westfeld und auf dem Schilde II liegen“, heißt es in dem Bericht der Gemeinde.

Schwankende Zahlen

Weiterhin auffällig: In den Monaten zwischen Januar und Dezember 2014 schwankte die Einwohnerzahl Heringhausens mit 305 enorm. Diese Schwankung führt die Gemeinde auf die dort ansässige Weihnachtsbaumwirtschaft zurück.

Und auch bei der Betrachtung der Altersstruktur im gesamten Gemeindegebiet gibt es eine Auffälligkeit: So lässt die Zahl der Neugeborenen keinen Trend erkennen. In den Jahren 2002 und 2003 gab es gemeindeweit 121 Neugeborene. Diese Zahl nahm Ende 2005 auf 97ab und fiel dann konstant weiter. 2014 sei dann erstmals wieder ein Anstieg auf 99 Geburten zu notieren gewesen - ein Zuwachs von etwa 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2013.

Senioren mit eigenen Wohnungen

Die Zahl der 2- bis 18-Jährigen nimmt seit 2002, abgesehen von zwischenzeitlichen minimalen Zuwächsen, hingegen konstant ab ( minus 28,97 Prozent) - ebenso wie die Zahl der 19- bis 30-jährigen Einwohner. Sie lag 2002 um 10,90 Prozent höher als 2014. Etwas langsamer verringerte sich die Bevölkerungsgruppe der 31- bis 65-Jährigen. Hier waren es minus 8,49 Prozent.

Die einzige Bevölkerungsgruppe, die in diesem Zeitraum kontinuierlich zugenommen hat, jedoch in den letzten Jahren stagniert, ist die Gruppe „66 und älter“. Sie wuchs um 200 Einwohner (plus 10,16 Prozent) von 1968 Einwohnern am 1. Januar 2002 auf 2168 Einwohner zum 1. Januar 2015.

90 Prozent der über 60-Jährigen leben noch in ihrer eigenen Wohnung - entweder in einem Ein- oder einem Zwei-Personen-Haushalt. Die Zahl belege, dass diese Wohnform, sei es zur Miete oder im Eigenheim, einen sehr hohen Stellenwert für die Senioren darstelle, so die Gemeindeverwaltung. Nachbarschaftliche Kontakte, Selbstständigkeit und das gewohnte Umfeld seien sicherlich wichtige Faktoren.