Räume für den „Bürgertreff“ werden frei

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Was wir bereits wissen
Die Freiwilligeninitiative nimmt Fahrt auf. Wenn jetzt in den Osterferien die Volkshochschule aus der Wiebelhaus-Begegnungsstätte auszieht, dann sind die Räume frei für den neuen „Bürgertreff“, der dort entstehen soll. Im Hintergrund laufen die Vorbereitungen.

Meschede..  Der Bürgertreff, der inzwischen ein gemeinnütziger Verein ist, soll eine Anlaufstelle sein: „Wir wollen uns um Menschen kümmern – und wir suchen Menschen, die sich kümmern wollen“, sagt Vorsitzender Manfred Breider. Dafür müssen Strukturen geschaffen werden. Christoph Henke baut für die Initiative schon eine Datenbank auf, in die künftig jeder aufgenommen wird, der sich mit seinen Fähigkeiten ehrenamtlich einbringen möchte. „Jeder kann sich melden“, bittet Manfred Breider. Gleichzeitig wird darin umgekehrt auch vermerkt, wer Hilfe möchte.

Ein Beispiel, wie so etwas praktisch aussehen kann: Der Bürgertreff will eine Anregung von Dorothea Barbier aus den „Stadtgesprächen“ in seine Aktivitäten aufnehmen: Sie warb dort für „Wohlfühl­anrufe“, bei denen – natürlich auf freiwilliger Basis – Ehrenamtliche einmal die Woche regelmäßig Ältere oder Alleinstehende im Stadtgebiet anrufen, um sich zu erkundigen, ob sie Unterstützung benötigen. Manfred Breider sagt: „Das gehört mit zu unserer Palette.“

Mit den künftigen Nachbarn in der Begegnungsstätte, dem Kinderschutzbund, dem Rockcafé und der Frauenberatung, wurde schon Kontakt aufgenommen. Die Chemie stimmt. Manfred Breider hält an der Idee für ein eigenes kleines Café im Bürgertreff fest, mitbewirtet vom Rockcafé: „Wir müssen die Leute, die vorbeikommen, ja einladen und mit ihnen eine Tasse Kaffee trinken. Es ist nicht mit Besprechungsräumen getan.“ Breider sieht es pragmatisch: „Wenn wir da was eröffnen, dann ist das eine Stätte mehr“, die Konkurrenz müssten die anderen Kaffeehausbetreiber aushalten.

Ehrenamtsbörse

Entstehen soll ein Netzwerk der Hilfe und Unterstützung. Nicht alles dabei ist ehrenamtlich zu leisten. Drei Vollzeitstellen würde sich Breider langfristig als Idealfall im Bürgertreff wünschen – für das Managen der Ehrenamtsbörse, für den Empfangsbereich, in dem sich Neubürger mit Meschede vertraut machen können, als personelle Unterstützung fürs Rockcafé und die Frauenberatung.