Rad-Künstler fliegen in Eslohe über die Hügel

Die jungen Bilker zeigen schon ihr Können. Sie fliegen förmlich über die Hügel.
Die jungen Bilker zeigen schon ihr Können. Sie fliegen förmlich über die Hügel.
Foto: Gudrun Schulte
Was wir bereits wissen
Zwei Jahre hat es gedauert - am Samstag, 6.Juni, wird der Bike-Park Eslohe offiziell an die Bike-Freunde übergeben.

Eslohe.. Zwei Jahre hat es gedauert - am kommenden Samstag (6. Juni) werden Bürgermeister Stephan Kersting und der Leader-Vorsitzende von „4 mitten im Sauerland“, Reinhold Weber, den Bike-Park Eslohe offiziell an die Bike-Freunde übergeben.

Verschiedene Schwierigkeitsgrade

Im Frühjahr 2012 hatte es erste Gespräche zwischen Jugendlichen und Kommunalpolitikern über die Errichtung eines Bike-Parks gegeben. Der Leader Verein „4 Mitten im Sauerland“ bewilligte dann im Oktober 2013 eine Förderung in Höhe von rund 29 000 Euro aus EU-Mitteln. Die Gemeinde Eslohe bezuschusste das Projekt mit rund 33 000 Euro. Insgesamt sind damit etwa 62 000 Euro investiert worden.

Im Frühjahr 2014 begannen die Erdarbeiten: die Firma „Turbomatik“ aus Warstein baute in wenigen Wochen einen Bike-Park für verschiedene Bike-Disziplinen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden: Es gibt einen „Pumptrack“, wo der Fahrer versucht, sich ohne zu trampeln durch den Trail zu „pumpen“, indem er spezielle Auf- und Abbewegungen auf seinem Bike vollzieht. Der „Profi“ wählt hierfür eher ein kleines Mountainbike ohne Federung. Die Kunst und der große Reiz dieser Bike-Disziplin bestehen darin, ohne zu trampeln und mit höchster Geschwindigkeit durch den Trail zu fahren. Bei der „Dirt-Jump-Anlage“ handelt es sich um speziell hintereinander gebaute Erdhügel, über die der Biker springen kann und in der Luft einen Trick vollführt.

In der Esloher Bike-Arena sind zwei Schwierigkeitsgrade geschaffen worden. Diese Strecken befahren die geübten Fahrer mit speziellen Bikes (Dirt-Bike, Slope-Bike, BMX oder Four-Cross-Bike).

Um den Park herum gibt es nun eine Finnenbahn. Das ist eine, speziell für Jogger angelegte Strecke. Ein zehn Zentimeter dicker Holzschnitzel-Belag soll möglichst gelenkschonendes Laufen ermöglichen.

Engagement der Jugendlichen

Bei dem Projekt ist besonders das große Engagement der Jugendlichen hervorzuheben. Zahlreiche junge Leute waren von der Planung bis zur Fertigstellung beteiligt. Sie konnten ihre Vorschläge, Ideen und Wünsche mit in das Projekt einfließen lassen. Sogar bei den Bauarbeiten halfen sie mit. Der Wert des Projektes ist damit durch die ungezählte Stunden an ehrenamtlicher Arbeit noch einmal deutlich höher als die oben genannten Baukosten.

Seit Fertigstellung treffen sich die Biker drei- bis viermal die Woche. Sie haben sich einen kleinen gemütlichen Treffpunkt in einer Hütte eingerichtet. „Uns liegt aber noch am Herzen zu sagen, dass der Bike-Park kein Kinderspielplatz ist“, betonen die Jugendlichen. „Oft sieht man kleine Kinder mit Schaufel und Eimerchen auf dem Gelände, die dort spielen. Das ist gefährlich“, warnen sie, „denn zwischen den Hügeln können wir die Kinder oft nicht sehen, das könnte zu schweren Unfällen führen.“ Wer die Jungs mal die Strecke fahren und „fliegen“ sieht, weiß, wovon sie sprechen.

Bei der Einweihung wollen sie allen ihren Sport näher bringen, vor allem Anfängern, Kindern und Eltern. Wichtig ist den Jugendlichen, dass Helm, Protektoren am Rücken, an Ellbogen und Knien ein Muss im Bikesport sind. Dazu erklären die „alten Hasen“ Grundlagen des Sports, wie ein Fahrrad beschaffen sein muss und auch wie es zu pflegen ist. Eingeladen sind auch die Biker aus der Umgebung.