Psalmen sind uralte Worte

Dechant Georg Schröder (rechts) und Pfarrer Jürgen Rademacher eröffnen gemeinsam die Ausstellung in der Christopheri-Kirche in Reiste.
Dechant Georg Schröder (rechts) und Pfarrer Jürgen Rademacher eröffnen gemeinsam die Ausstellung in der Christopheri-Kirche in Reiste.
Foto: Dekanat
Was wir bereits wissen
In der Christopheri-Kirche in Reiste ist eine Ausstellung zu den Psalmen eröffnet worden. Psalmen seien uralte Gebete, die die Erfahrungen in Israel widerspiegeln, und heute noch aktuell sind, so Dechant Georg Schröder.

Reiste.. Zusammengekauert sitzt ein Obdachloser in Decken eingehüllt auf dem Boden einer leeren U-Bahn- Station. Dieses Motiv ist ein Teil einer Bilderausstellung in Reiste und Schmallenberg, die in der Christopheri-Kirche eröffnet wurde. Fünf große, ästhetisch wirkungsvolle Bilder widmen sich der Psalmen und ihrer Darstellung in Kunst, aber auch im Leben von Menschen.

Uralte Worte

Die Psalmen sind uralte Worte, alte Gebete, die die Erfahrungen in Israel widerspiegeln, und auch heute noch aktuell sind, sagte Dechant Georg Schröder, der zusammen mit Pfarrer Jürgen Rademacher von der ev. Kirchengemeinde die Ausstellung eröffnete. Georg Falke (KEB Koblenz) gab einen ersten Einblick in die Ausstellung. Die Bilder und Fotografien sind als dreiteilige begehbare Räume gestaltet, die das Psalmengebet in Schrift und Bild erläutern. „Gott hat zwei Bücher geschrieben. Das eine ist das Buch des Lebens, und das andere ist die Bibel, welche Frauen und Männer, von ihm inspiriert, über Jahrhunderte formuliert haben. Die Bibel ist nicht für sich selbst da, sondern soll dazu dienen, das Leben immer wieder vom Wort Gottes her zu verstehen. In der Mitte unserer Bibel, den Schriften des alten und neuen Testamentes, stehen die 150 Psalmen“ so Georg Falke, Mitinitiator der Ausstellung. „Sie sind förmlich dazu geschaffen, die eigenen Lebensdaten, die eigene Biografie in sie einzutragen. Psalmen reden vom Leben, so wie es ist und nicht von einem Idealzustand.“ Man kann es in der Ausstellung selbst entdecken: so gut wie alles, was im Menschen steckt, wird in den Psalmen Gott entgegengeschleudert. Gott hält das aus. Aber man merkt auch: Mit den Psalmen lernt man, vor Gott nicht schön zu reden.

Im „Sozial.Raum“ steht der Obdachlose symbolisch für den Psalm 146, der sich mit der Frage nach Gerechtigkeit, Solidarität und der Klage über Unrecht und Gewalt beschäftigt. Daneben findet sich unter anderem ein mit Flüchtlingen überfülltes Boot; ein mehr als aktueller Bezug zu Realität heute.

Erstellt wurde die Ausstellung von der Arbeitsgemeinschaft Kath. Erwachsenenbildung in Rheinland-Pfalz.