Prozess wird am Mittwoch fortgesetzt
03.03.2008 | 13:43 Uhr 2008-03-03T13:43:00+0100Freienohl/Arnsberg. Wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung an seiner 16-jährigen Ex-Freundin muss sich ein junger Mann aus Meschede im zweiten Prozesstag am Mittwoch weiter vor dem Arnsberger Landgericht verantworten.
Dem jungen Mann wird vorgeworfen, im September vergangenen Jahres in Freienohl auf seine ehemalige Freundin mit einem Messer mindestens sieben Mal eingestochen zu haben. Für Mittwoch rechnen Staatsanwaltschaft und Gericht mit der Aussage des Opfers, sowie weiterer Zeugen.
Der Angeklagte bezeichnete sich beim Prozessauftakt selber als zu eifersüchtig und kontrollierend innerhalb der Beziehung. Er ist nach eigener Aussage zu der Ex-Freundin gefahren, um noch einmal mit ihr über die Beziehung zu reden, die sie zuvor beendet hatte. Vor der Tür ist der Angeklagte mit dem Bruder des Opfers zusammengetroffen, wo die Situation bereits eskalierte. Der Angeklagte sah das Messer, das in einem Eimer vor der Haustür lag. Damit wollte er ursprünglich den Bruder des Mädchens angreifen. Als sich der Angeklagte das Messer geholt hatte, befand sich der Bruder jedoch schon wieder in seinem Auto. Daraufhin trat der Angeklagte die Wohnungstür der Ex-Freundin ein und stach mit dem Messer auf das Mädchen ein.
Das Mädchen trug Schnittverletzungen an Armen und Beinen davon und ist noch heute laut Nebenklage traumatisiert.
Der Angeklagte soll sich laut Staatsanwaltschaft bei der Tat im Zustand erheblich verminderter Schuldfähigkeit befunden haben. Der Grund ist eine krankhafte Psychose. Der Angeklagte befindet sich in vorläufiger Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus. In dem Verfahren wird neben einer Strafe daher auch geprüft, ob er endgültig in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik untergebracht wird.
Das Urteil wird voraussichtlich am Dienstag, 18. März, gefällt.
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