Projekt soll Lebensqualität der Schmallenberger verbessern

Schmallenberg soll in Zukunft verstärkt Neubürger anziehen.
Schmallenberg soll in Zukunft verstärkt Neubürger anziehen.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Gemeinsam mit den Kommunen Meschede, Bestwig und Eslohe wirbt Schmallenberg erneut um EU-Fördermittel. Im Interview mit dieser Zeitung spricht Bürgermeister Bernhard Halbe (CDU) über die politische Agenda für 2015.

Schmallenberg.. Frage: Die Leader-Regionen müssen sich in diesem Jahr erneut um Fördermittel der EU bewerben - wie ist der Stand der Dinge?

Bernhard Halbe: Wir hatten gerade eine Vorstandssitzung und haben dabei grünes Licht für den Entwurf gegeben, der jetzt fertiggestellt wird und pünktlich vor dem Ende der Bewerbungsfrist am 16. Februar beim Ministerium in Düsseldorf liegen wird.

Welche Schmallenberger Projekte sind dieses Mal in der Bewerbung enthalten?

Mehrere, zum Beispiel die E-Mobilität in Holthausen, von der vor allem Senioren profitieren sollen. Dann sind wir auch mit dem spirituellen Sommer wieder dabei. Bedeutend ist die Idee zur Errichtung eines Dorfgemeinschaftshauses mit der Gestaltung eines Dorfgartens in Huxel. Das ist aber alles nur ein kleiner Ausschnitt aus einer Fülle von Projekten, die die Lebensqualität der Einwohner konkret verbessern sollen.

Die Leader-Bewerbung ist also so gut wie auf dem Weg – welche Debatten werden absehbar in diesem Jahr auf den Rat zukommen?

Wir versuchen, möglichst viele Diskussionen so früh zu führen, dass die Ergebnisse bereits im Haushaltsplan auftauchen und die Kosten vorauskalkuliert sind. Ein kontroverses Thema bleibt sicher die Windkraft. Auch über das Straßenbauprogramm muss noch einmal gesprochen werden. Es steht zur Debatte, ob die Pläne zu ambitioniert sind und einige Maßnahmen besser ins Jahr 2016 verlagert werden sollten. Dann werden wir uns mit der weiteren Sanierung der Dreifach-Turnhalle im Schulzentrum beschäftigen, momentan sind wir da in der Planung.

Bleiben wir beim Thema Schule – stehen in dieser Hinsicht weitere Veränderungen an?

Der Schulausschuss wird die Schulen im oberen Lennetal besichtigen und wir werden darüber sprechen müssen, wie wir die Schullandschaft dort in Zukunft gestalten. Die Schulleiterin in Gleidorf geht in Pension und angesichts sinkender Schülerzahlen hilft alles nichts - wir müssen uns diesem Thema stellen, ob wir wollen oder nicht.

Sinkende Schülerzahlen sind das eine, der demografische Wandel wird aber noch weitere Folgen haben - wie kann Schmallenberg dem begegnen?

Man fasst den demografischen Wandel vereinfacht gerne zusammen mit: Wir werden älter, wir werden weniger und wir werden bunter. Bezüglich des Alters werden wir uns im Leader-Konzept mit der Frage beschäftigen, ob die Pflegeplätze in Schmallenberg zukünftig noch ausreichen. Um nicht weniger zu werden, müssen wir versuchen, immer ein kleines Stückchen attraktiver zu sein als andere Städte. Und zum Stichwort bunter: Es wird Zuwanderung geben und wir werden uns damit auseinandersetzen, wie wir dies am besten nutzen.