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Planungsunterlagen für die Ortsumgehung Bad Fredeburg sind eingereicht

25.09.2012 | 09:00 Uhr
Planungsunterlagen für die Ortsumgehung Bad Fredeburg sind eingereicht
Das Verkehrsaufkommen, vor allem auch mit Blick auf den Schwerlastverkehr, ist ein Problem in Bad Fredeburg.Foto: Laura Mock

Bad Fredeburg.   „Wir sind einen entscheidenden Schritt weiter“, erklärte Sven Koerner von Straßen NRW in der Bad Fredeburger Bezirksausschusssitzung, die allein das Thema Ortsumgehung auf der Tagesordnung hatte. „Jetzt werden die Planungsunterlagen an die Bezirksregierung übergeben“, fügte er hinzu. Im gleichen Atemzug machte der Straßenplaner aber auch deutlich, dass es bis zur Umsetzung noch einige Jahre dauern könne.

Sinn der Veranstaltung war es, die Bürger über den aktuellen Planungsstand in dem komplexen Planfeststellungsverfahren, das 2009 eingeleitet wurde, zu informieren. „Nach der Auslage der Planungen von März bis April 2010 haben wir uns mit den Einwendungen der Bürger auseinandergesetzt, Stellungnahmen verfasst, Gespräche geführt“, so Koerner. 37 Einwendungen, in der Mehrzahl von direkt Betroffenen, sprich Anwohnern, waren es insgesamt.

Mit der Übergabe der Unterlagen an die Bezirksregierung Arnsberg ist diese nun als Anhörungs- und Planfeststellungsbehörde verantwortlich, einen Erörterungstermin festzulegen. Mit Betroffenen, Trägern öffentlicher Belange und auch Naturschutzvereinen soll dann eine Diskussion geführt werden.

Diese ist, wie Sven Koerner erklärte, eine Voraussetzung für den Planfeststellungsbeschluss. Erst mit diesem – und sofern nicht Klagen das weitere Verfahren ins Stocken bringen – besteht Baureife. „Erst dann wird beim Land über die Finanzen gesprochen“, sagte Koerner.

Tenor der Ausschusssitzung in Bad Fredeburg war jedoch, dass eine Umsetzung nicht in Frage stehe. „Die Maßnahme hat das Land in der Planungsphase schon viel Geld gekostet – und diese Kosten hat das Land gezahlt“, erklärte Bürgermeister Bernhard Halbe. „Wir sind da jetzt in einer Schiene drin.“

Bau der Umgehungsstraße würde 10,5 Millionen Euro kosten

Nach aktuellem Stand würde der Bau der Umgehungsstraße 10,5 Millionen Euro kosten – „9,5 Millionen Euro für die Baukosten, eine Million Euro für den Grunderwerb“, erläuterte der Straßenplaner. Etwa 47 Hektar müsste Straßen NRW für die Maßnahme kaufen: 11,7 Hektar für den Straßenbau und ca. 35 Hektar für ausgleichende Ersatzmaßnahmen.

Verkehr
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Falschparker, die ihr Auto auf dem Gehweg „nur mal kurz abstellen, um schnell etwas zu erledigen“, sind ein Problem in Schmallenberg. Dass in solchen Fällen ein Rollstuhlfahrer, Menschen mit Rollator oder auch mit dem Kinderwagen nicht mehr vorbeikommen, darüber denken die Autofahrer kaum nach.

Auf die Frage aus dem Zuhörerraum nach dem Zeitrahmen entgegnete Sven Koerner mit den Worten: „Das ist Kaffeesatz lesen.“ Auch den Zeitpunkt für einen möglichen Erörterungstermin konnte er nicht benennen. „Das liegt jetzt in der Verantwortung der Bezirksregierung.“ Dass ein Termin aber noch in diesem Jahr zustande komme, wie der Bezirksausschuss erhofft hatte, hielt Koerner für ziemlich unwahrscheinlich.

Belastung durch Schwerlastverkehr ist ein Problem in Bad Fredeburg

„Wir können uns glücklich schätzen, dass das Verfahren diesen Punkt erreicht hat“, resümierte Bürgermeister Bernhard Halbe. „Wirtschaft und Tourismus unterstützen die Umgehungsstraße. Die Mehrheit in Bad Fredeburg ist dafür.“

Die Probleme im Ort – starke Belastung durch Verkehr, vor allem Schwerlastverkehr, außerdem kaum Möglichkeiten zur Umgestaltung und auch die Parkplatz-Problematik – sind in Bürgerschaft und Politik schon lange ein Thema. Im „Integrierten Stadtentwicklungskonzept 2030“ ist die Ortsumgehung eine Grundvoraussetzung für die Entwicklung Bad Fredeburgs. „Die Ortsumgehung ist wichtig für Bad Fredeburg“, so Halbe.

Laura Mock



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