Pläne für das Kurhaus stoßen auf Interesse

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Was wir bereits wissen
Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Siedlungs- und Baugenossenschaft in Meschede stehen den Plänen für das Esloher Kurhaus grundsätzlich positiv gegenüber.

Eslohe..  Wie berichtet, will die Gemeinde ihr Kurhaus verkaufen. Ziel ist es, dort Mietwohnungen insbesondere für altersgerechtes Wohnen anzubieten.

Der Gemeinderat hatte die Verwaltung im Februar per mehrheitlich gefasstem Beschluss beauftragt, mit der Genossenschaft entsprechende Verhandlungen aufzunehmen. Sie, so stellt es sich die Gemeinde vor, soll das Kurhaus später übernehmen.

Aufsichtsratsitzung

Bei einer kürzlich stattgefundenen Aufsichtsratsitzung der Genossenschaft stieß das Projekt durchaus auf Interesse. Wie Josef Lumme, Geschäftsführer der Siedlungs- und Baugenossenschaft auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilte, wird nun eine Marktforschung gestartet, die Aufschluss darüber geben soll, ob sich ein solches Vorhaben am Ende wirtschaftlich rentiert.

Fragebögen und Infoveranstaltung

Vorstellen kann sich Lumme diesbezüglich auch eine Befragung von Esloher Senioren. Eine solche Befragung, so sagt er, habe seinerzeit den Anstoß für das Modellprojekt Rinschen Park in Meschede gegeben. Dort entstehen derzeit für 7,5 Millionen Euro 44 altersgerechte Wohnungen - das größte Projekt in der 80-jährigen Geschichte der Genossenschaft. Entwickelt wurde es gemeinsam mit dem Mescheder Seniorenbeirat.

Ein ähnlicher Ablauf sei auch für Eslohe denkbar. Lumme denkt dabei etwa an Fragebögen, die unter Esloher Senioren verteilt werden könnten oder an eine Informationsveranstaltung. „Wichtig ist, dass wir erfahren, wie groß der Bedarf für ein solches Vorhaben in der Gemeinde Eslohe ist“, sagt Lumme. Weitere Details sollen nun in Gesprächen mit der Gemeinde geklärt werden.

Zentrale Lage

Die demographische Entwicklung sowie die zentrale Lage des Kurhauses in unmittelbarer Nähe zum Kurpark, zur Einkaufsstraße an der B 55, zum neuen Fachmarktzentrum aber auch zum Esselbad lassen ein solches Vorhaben aus Sicht der Gemeinde jedenfalls attraktiv erscheinen. Zudem, so hatte die Esloher Gemeindeverwaltung seinerzeit betont, eröffne die Nähe zum gemeindlichen Senioren- und Pflegeheim Störmanns Hof die Möglichkeit ergänzender Angebote.

Entscheidungsfindung

Rund zwei Jahre, so schätzt die Genossenschaft, müssen für die Entscheidungsfindung sowie die Planungen angesetzt werden. Baubeginn wäre also frühestens im Sommer 2017. Zumindest die ersten Weichen sind nun gestellt - auf beiden Seiten.