Pfarrer soll Mescheder Gemeinde informieren

Über den Rücktritt von Ralf Schröter und die Gründe soll nun Pfarrer Günter Eickelmann die Gemeinde informieren.
Über den Rücktritt von Ralf Schröter und die Gründe soll nun Pfarrer Günter Eickelmann die Gemeinde informieren.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Der Kirchenvorstand von St. Walburga gibt vorerst keine Stellungnahme zum Rücktritt von Kirchenvorstands-Mitglied Ralf Schröter ab. Erst soll Pfarrer Günter Eickelmann die Gemeinde informieren.

Meschede..  Die Nachricht des Kirchenvorstandes St. Walburga zum Rücktritt des Mitglieds Ralf Schröter ist kurz und knapp: „Bevor wir eine offizielle Stellungnahme abgeben, soll zuerst die Gemeinde informiert werden“, erklärt Heinz Nieder vom Kirchenvorstand. Das werde Pfarrer Günter Eickelmann zeitnah übernehmen. Ob es noch an diesem Wochenende klappt, ist nicht gewiss, dazu müssten Gottesdienste unter den Pastören getauscht werden.

Über eine weitere Information an die Presse werde im Anschluss entschieden. Dem Kirchenvorstand sei es wichtig, die Gemeinde weiter zu entwickeln.

Ralf Schröter hatte seinen Rücktritt damit begründet, dass er mit Pfarrer Günter Eickelmann nicht weiter zusammenarbeiten könne (wir berichteten).

Seit Januar hat die Pfarrgemeinde St. Walburga keinen Pfarrgemeinderat (PGR) mehr, weil auch dieser sich wegen Differenzen mit dem Leiter des Pastoralen Raums aufgelöst hatte. Offiziell hatten die Mitglieder erklärt: „Seit mehr als zwei Jahren setzten wir uns intensiv mit der Neugestaltung unseres pastoralen Raums auseinander. Wir als Restpfarrgemeinderat sehen uns in dieser schwierigen Situation nicht mehr in der Lage diese Aufgabe zu erfüllen.“

Damals habe man entschieden, dass der Kirchenvorstand, der ebenfalls ehrenamtlich arbeitet, nicht die Aufgaben des PGR übernehmen könne. „Das schaffen wir zeitlich nicht“, sagte Nieder jetzt. „Nur das Nötigste“, wie jetzt für die Organisation der Fronleichnamsprozession habe man übernommen. „Uns geht es darum, die Gemeinde vor Schaden zu bewahren.“

Stellungnahme des Bistums

Etwas anders klingt das in der Stellungnahme des Erzbistums. Dort hatte die Pressestelle auf die Frage, ob es zeitliche Fristen zur Wiederbesetzung eines PGR gebe und ob und wie das Erzbistum die Gemeinde dabei unterstütze, erklärt: „Es gibt keine einzuhaltenden Fristen oder Zeiträume. Zwischen dem Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn und Pfarrer Eickelmann wurde nach dem Rücktritt des Pfarrgemeinderates abgesprochen, dass die Mitglieder des Kirchenvorstandes ein Stück weit die Aufgaben des Pfarrgemeinderates wahrnehmen.“

Bewusst sei eine gewisse Karenz-Zeit vereinbart worden, um Ruhe in die Gemeinde zu bringen und nichts „übers Knie“ zu brechen. „Das Erzbischöfliche Generalvikariat ist im Gespräch mit Pfarrer Eickelmann.“