Orden wählt neue Generaloberin

Foto: Andreas Beer
Was wir bereits wissen
Schwester Maria Thoma Dikow aus Menden ist neue Generaloberin der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel. Das Generalkapitel der Ordensgemeinschaft hat sie mit überwältigender Mehrheit gewählt.

Bestwig..  Den Segen spendete ihr Weihbischof Hans-Reinhard Koch aus Erfurt. In Folge des Generalkapitels wird im März im Bergkloster das Kapitel der Europäischen Ordensprovinz tagen und ebenfalls eine neue Leitung wählen.

„Große Fußstapfen“

Schwester Maria Thoma dankte für das Vertrauen und erklärte: „Ich weiß, dass ich in große Fußstapfen trete, nehme das Amt aber gerne an.“ Zuvor war Schwester Aloisia Höing 18 Jahre lang Generaloberin des Ordens gewesen. Sie stand jetzt nicht mehr zu Wahl. Schwester Maria Thoma ist Schulleiterin des Walburgis-Gymnasiums Menden. Sie gehörte bereits dem Generalrat an, der die Generalleitung berät.

An Schwester Aloisia richtete Schwester Maria Thoma einen besonderen Dank: „Als ich als junge Referendarin von dieser Ordensgemeinschaft erfuhr, schrieb ich einen Brief an das Bergkloster Bestwig. Und die Antwort kam von Ihnen. Sie haben mich als Postulats-, Noviziats- und Junioratsleiterin während der ganzen Ordensausbildung begleitet.“

Der zweite Dank ging an Schwester Christa Maria Henninghaus, die als ehemalige Generaloberin vom Bergkloster Bestwig aus weiterhin viele Kontakte mit den Ordensprovinzen in Bolivien und Brasilien pflegt. Sie nahm Schwester Maria Thoma 1984 in das Noviziat auf und nahm ihr auch die Ewige Profess ab. „Sie beide waren immer Wegbegleiter und Vorbild für mich“, so Schwester Maria Thoma.

Vom Ergebnis sehr bewegt

Die neue Generaloberin zeigte sich von dem Ergebnis „sehr bewegt“. Sie habe vor dem Kapitel nicht mit ihrer Wahl gerechnet, sie aber mit Freude angenommen.

„Im Laufe der vorherigen Tage haben wir die Berichte aus den verschiedenen Provinzen gehört. Daraus haben wir die Aufgaben für die künftige Generalleitung abgeleitet“, erklärt Schwester Maria Thoma. Die lägen vor allem darin, die Internationalität der Ordensgemeinschaft zu fördern und ihre innere Einheit zu stärken: „In Anbetracht der verschiedenen Kulturen und der Entfernungen ist das eine große, aber auch spannende Aufgabe.“ Zudem gelte es, das Auge auf die Menschen am Rande der Gesellschaft zu lenken. Diesen Aufgaben wolle sie sich gerne stellen.

Nach der Generaloberin wurden auch die Generalassistentin und die weiteren Generalratsschwestern gewählt. Sie stehen der Generaloberin beratend zur Seite. Generalassistentin wurde Schwester Margareta Kühn aus Berlin. Die weiteren Generalratsschwestern sind: Schwester Dorothea Brylak aus den Niederlanden, Schwester Mónica Cárdenas aus Bolivien (derzeit im internationalen Konvent in St-Sauveur-le-Vicomte in Frankreich), Schwester Theresita Lehmeier, Schwester Theresia Maria Müller (derzeit in St. Mère Église in der Normandie) und Schwester Aurora Tenfen aus Brasilien.