Nikolaus-Grundschule in Freienohl und Wennemen forscht

MINT-Projekte an der St.-Nikolaus Grundschule in Freienohl und Wennemen münden jetzt in eine Projektwoche.
MINT-Projekte an der St.-Nikolaus Grundschule in Freienohl und Wennemen münden jetzt in eine Projektwoche.
Foto: Anne Rath
Was wir bereits wissen
Forscherkreis und MINT-Förderung der Stadt versetzen jetzt eine ganze Schule in Bewegung. In allen Klassen der St.-Nikolaus-Grundschule wird geforscht.

Freienohl/Wennemen..  12 000 Euro hat die Stadt Meschede für die MINT-Förderung der Grundschulen bereitgestellt. Ein Gebiet, in dem die meisten sicherlich Nachholbedarf hatten, in dem sie aber jetzt freiwillig schon einiges aufgeholt haben. In der St.-Nikolaus-Grundschule in Freienohl münden diese Aktivitäten jetzt von Mittwoch bis Freitag, 17. bis 19. Juni, in einer Projektwoche.

Zwei Jahre Fortbildung

Fast zwei Jahre hat sich zuvor Anne Rath gemeinsam mit weiteren Kolleginnen aus den Grundschulen fortgebildet. „Den Anstoß gab Dr. Berthold Schlüter“, berichtet sie. Der ehemalige stellvertretende Schulleiter am Gymnasium der Benediktiner hatte in einer Mail Vertreter aller Grundschulen zu einem „Forscherkreis“ eingeladen.

„Gerade in den Fächern Biologie, Chemie, Physik läuft an den Grundschulen wenig“, berichtet Rath durchaus selbstkritisch. Immerhin müssten Grundschulen im Sachunterricht - etwa drei Stunden pro Woche - ja auch noch Geschichte, Erdkunde, gesellschaftsrelevante Themen und Verkehrserziehung abdecken.

Mit dem Forscherkreis wollte Schlüter den Lehrerinnen die Scheu vor den Naturwissenschaften nehmen und ihnen praktische Tipps an die Hand geben. Die Frauen erarbeiteten unterschiedlichen Themen und bewerteten die vorhandenen Materialien. Rath: „Dabei wurde schnell klar, dass es in den Schulen an Material fehlt.“

Bitte an die Stadt herangetragen

Dr. Schlüter habe dann die Bitte nach finanzieller Unterstützung an die Stadt herangetragen. Über die Unterstützung ist Anne Rath nun sehr froh. Gekauft wurden Forscherkästen zu verschiedenen Themen. „Wir setzen sie auch im offenen Ganztag und in der Betreuung von acht bis eins ein.“

Zusätzlich nutzte sie den Schwung und begeisterte auch den Förderverein der Schule. Er finanzierte nun das Mobiliar für einen Forscherraum, in dem die Jungen und Mädchen unter Anleitung experimentieren können. „Jetzt steht alles an einem Ort parat“, freut sich die Lehrerin.

Für die jetzt anstehende Projektwoche hat die Schule sich aber auch außerschulische Lernorte und Projektpartner gesucht. Und diese reichen vom Berufskolleg Olsberg, über die St.-Walburga-Realschule, die Konrad-Adenauer-Hauptschule bis zu den Kindergärten in Freienohl und Wennemen. „Denn das Forschen mit anderen Kindern, egal ob jünger oder älter, macht allen Schülern großen Spaß und ist für beide Seiten lehrreich.“

Außerschulische Lernorte

Daneben besucht ein Teil der Nikolaus-Schüler im Rahmen der Projektwoche auch die Fachhochschule in Meschede, den Flugplatz in Schüren, die Kläranlage in Oeventrop und die Phänomenta in Lüdenscheid. Auch das unterstützt die Stadt Meschede und übernimmt einen Teil der Fahrtkosten. „Alle Kollegen sind eingebunden und auch ein großer Teil der Eltern“, berichtet Anne Rath. „Eigentlich ist die ganze Schule in Bewegung.“