Nicht genug Schüler im Ratssaal
15.12.2011 | 18:36 Uhr 2011-12-15T18:36:00+0100
Meschede Kein Interesse, keine Zeit oder schecht informiert? Die konstituierende Sitzung des sechsten Mescheder Jugendparlaments musste verschoben werden.
. 27 Schulvertreter hätten es sein können. Fünf waren da. Zur konstituierenden Sitzung des Jugendparlaments erschienen Donnerstag nicht genug Schüler, um - wie beabsichtigt - das sechste Parlament zu wählen.
Woran es letztlich lag, war nicht auszumachen. Waren die Schüler nicht richtig informiert, hatten sie keine Zeit oder schlicht keine Lust? Vier, so berichtete der aktuelle Vorsitzende Frederic Nieder, hatten sich offiziell abgemeldet.
Insgesamt waren aber alle weiterführenden Mescheder Schulen berechtigt bis zu drei Vertreter zu entsenden: drei Hauptschulen, zwei Realschulen, zwei Gymnasien, ein Berufskolleg und die Elisabeth-Sonderschule, doch nur die Städtische Realschule, das Berufskolleg und das Gymnasium der Benediktiner hatten Vertreter geschickt.
„Das ist beim Jugendparlament ein stetes Auf und Ab“, versuchte der Ehrenvorsitzende und Motor des Jugendparlaments, Justus Kersting, eine Erklärung. Vielleicht sei drei Uhr auch einfach zu früh.
Er machte gute Miene zum bösen Spiel und verwies auf die Fahrt zum Landtag in Düsseldorf in der kommenden Woche, zu der alle Schüler ab der 7. Klasse eingeladen sind. Die Kosten betragen zehn Euro. Ein Anmeldeformular findet sich auf der Seite des Jugendparlaments unter www.jugendparlament-meschede.de. In Düsseldorf soll auch die konstituierende Sitzung nachgeholt werden.
Justus Kersting verwies auf das Erreichte: „Wir sind beim neuen Skaterpark schon ein gutes Stück weiter gekommen, fahren jetzt wieder in den Landtag und haben die Partnerschaft mit dem Jugendparlament in Meschedes Partnerstadt Le Puy aufgebaut.“ Gerade die gemeinsame Fahrt bringe immer wieder neuen Schwung. Auch große Jugendveranstaltungen seien geplant. „Wir sind Vorbild für viele andere Städte.“ Lübeck, Essen und selbst Bonn hätten bereits angefragt.
Er warb auch dafür, dass sich die Jugendlichen am Mescheder Stadtgespräch beteiligen. „Da können wir den Altersschnitt drücken und neue Impulse geben.“
Ähnlich sah es auch der Bürgermeister: „Das Jugendparlament hat eine wichtige Bedeutung“, betonte Uli Hess.
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