Neuer Anlauf zur Belebung der Geisterklinik in Beringhausen

Beringhausen..  Die Eigentümer der leerstehenden Veramed-Klinik unternehmen einen erneuten Anlauf, um das Gebäude zu vermieten oder zu verkaufen. Sie setzen weiterhin auf einen Anbieter aus dem medizinischen Bereich. Letztlich wären sie aber auch für alle anderen Lösungen offen – bis hin zu einer Flüchtlingsunterkunft.

Ein Jahr bis zum Umbau

Dafür war die Veramed-Klinik schon einmal ins Gespräch gebracht worden, als sich seinerzeit Widerstand in Wimbern gegen die Umwandlung eines ehemaligen Krankenhauses in eine Notunterkunft regte. Das Thema verlief aber im Sande: Zum einen waren seinerzeit die Flüchtlingszahlen noch nicht so hoch wie jetzt, zum anderen wird geschätzt, dass es etwa ein Jahr dauern würde, bis die Veramed-Klinik genutzt werden könnte.

Dieser Zeitraum gilt auch, sollte sich dort tatsächlich wieder eine medizinische Einrichtung ansiedeln. Fritz Platzer, als Vertreter der Eigentümer, könnte sich dann Verhandlungen mit dem Denkmalamt vorstellen: Die Fassade der alten Lungenheilstätte ist geschützt, das gesamte Gebäude ist aber vermutlich zu groß für eine Wiederbelegung. Aus seiner Sicht denkbar wäre ein Kompromiss: Ein Teil-Abriss mit Erhalt der wichtigsten Bereiche, kombiniert mit einem Anbau.

Noch ist das alles eine Zukunftsvision. Denn es ist kein konkreter Investor in Sicht. Die Eigentümer versuchen daher momentan über persönliche Gespräche und Kontakte einen Betreiber zu finden. Neurologie, Alzheimer-Behandlung oder Privatklinik – das sind einige der Ideen.

Seit fünf Jahren steht das alte Krankenhaus, das als Geisterklinik bekannt geworden ist, inzwischen leer. Noch immer spuken immer wieder Unbefugte über die Gänge – kaputt machen können sie offenbar kaum noch etwas. Was wertvoll ist, wurde gestohlen. Was zerdeppert werden konnte, ist zu Bruch gegangen. Dennoch wird die Klinik regelmäßig überwacht, etwa durch ein Team, das dort mit Airsoft-Waffen spielt.