Neue Unterkunft für Asylbewerber in Bödefeld

Die Stadt Schmallenberg hat eine ehemalige Pension in Bödefeld gekauft - als Asylbewerberunterkunft.
Die Stadt Schmallenberg hat eine ehemalige Pension in Bödefeld gekauft - als Asylbewerberunterkunft.
Foto: Privat
Was wir bereits wissen
Die Unterbringungsmöglichkeiten für Asylbewerber im Stadtgebiet Schmallenberg sind jetzt ausgeschöpft gewesen. Für Montag sind aber bereits vier neue Asylbewerber angekündigt – und am Freitagmorgen wurden der Stadt weitere vier Personen zugewiesen, die im Laufe der nächsten Woche kommen sollen.

Bödefeld.. Die Verwaltung musste schnell handeln, wie der Beigeordnete Burkhard König erklärt. In Bödefeld hat sie nun eine Lösung gefunden. Die ehemalige Pension „Übeste Frigget“ an der Hunaustraße 46 hat die Stadt Schmallenberg käuflich erworben. Sie bietet Platz für etwa 44 Personen und ist gleich aus mehreren Gründen gut geeignet.

„Obwohl das Haus etwa eineinhalb Jahre lang leer stand, ist es in einem guten Zustand“, so König. Nur Kleinigkeiten müssten jetzt noch angepasst werden. „Und es ist komplett möbliert“, ergänzt der Beigeordnete. Die Aufteilung mit Zimmern inklusive Bad und auch mit vielen Appartements mit Kochgelegenheiten eigne sich zudem ideal, um dort Familien unterzubringen. Und ein wichtiger Punkt: „Das Gebäude ist sofort verfügbar.“

Schon seit längerer Zeit habe sich die Verwaltung nach weiteren Möglichkeiten, Asylbewerber unterzubringen, umgesehen. Auch die Erweiterung der Container-Ablage in Schmallenberg wurde in Erwägung gezogen. Allerdings sind dort vor allem Singles untergebracht. Schmallenberg bekommt aber auch immer mehr Familien zugewiesen.

Acht Zuweisungen nächste Woche

Im Haushalt sind 280 000 Euro für neue Asylbewerber-Unterkünfte eingeplant – „der Kauf der Immobilie in Bödefeld ist also im Haushalt 2015 finanziert“, wie Burkhard König, Beigeordneter und Kämmerer, erklärt.

Mit 44 Plätzen, von denen allerdings acht allein schon in der kommenden Woche belegt werden, habe man nun erst einmal etwas Ruhe. „Eine Prognose, wie sich die Flüchtlingsströme im kommenden Jahr entwickeln, ist aber sehr schwierig“, gibt Ulrich Hesse, Leiter des Sozialamts der Stadt Schmallenberg, zu bedenken. Er wagt dennoch eine vorsichtige Einschätzung: „Wir müssen mit etwa 15 Personen monatlich rechnen“, so Hesse.

Aktuell leben 128 Asylbewerber aus 29 Nationen im Stadtgebiet Schmallenberg. Die Verteilung auf die einzelnen Ortschaften zeigt, dass ein deutlicher Schwerpunkt mit 85 Personen in Bad Fredeburg liegt. Zum Vergleich: In Schmallenberg leben zurzeit 16 Asylbewerber. 7 Personen sind in Nordenau untergebracht, jeweils 5 in Fleckenberg und Grafschaft, 3 in Westfeld und sieben wohnen in Privatwohnungen über den Arbeitgeber. Diese sieben Personen sind im Anerkennungsverfahren und dürfen arbeiten, wie Ulrich Hesse erklärt, weil sonst keiner den Job machen möchte.