Neue Nutzung gesucht

Im Sommer 2014 wurde die frühere Anne-Frank-Schule geschlossen. Die Gemeinde Bestwig möchte nun gemeinsam mit Interessierten neue Perspektiven für das Areal entwickeln.
Im Sommer 2014 wurde die frühere Anne-Frank-Schule geschlossen. Die Gemeinde Bestwig möchte nun gemeinsam mit Interessierten neue Perspektiven für das Areal entwickeln.
Foto: Privat
Die Gemeinde Bestwig sucht in Ostwig nach neuen Nutzungsmöglichkeiten für das Gebäude der ehemaligen Anne-Frank-Förderschule. Die Schule war 2014 geschlossen worden

Ostwig..  Die Gemeinde Bestwig möchte der früheren Anne-Frank-Förderschule in Ostwig wieder „Leben einhauchen“ und ruft Interessierte auf, Nutzungskonzepte und Perspektiven für zu entwickeln.

Hintergrund: Im Sommer 2014 wurde die frühere Förderschule, die sich in gemeinsamer Trägerschaft der Gemeinde Bestwig und der Stadt Olsberg befunden hatte, nach einer NRW-weiten Neuordnung des Förderschulsystems geschlossen. Seit 1977 war die Anne-Frank-Schule in dieser Konstellation als Förderschule in Betrieb; zuvor wurde das Gebäude, das im Jahr 1952 errichtet worden war, als Grundschule genutzt.

Chance für Ostwig

Nun möchte die Gemeinde Bestwig gemeinsam mit Interessierten Perspektiven für das rund 5500 Quadratmeter große Areal erarbeiten. Das Schulgebäude selbst sei baulich in einem guten Zustand: Der Gas-Brennwertkessel stammt aus dem Jahr 2009; bis zum Jahr 2010 wurden schrittweise Fenster mit moderner Wärmedämmung eingebaut. Ein Teil der Sanitärbereiche wurde 2010 erneuert. Die Nutzfläche des Gebäudes beträgt – aufgeteilt auf zwei Etagen – gut 1400 Quadratmeter. In dem Schulgebäude befindet sich zudem eine vermietete Wohnung.

Das Grundstück liegt in einem Wohngebiet – „zulässig wären deshalb vor allem Nutzungen, die diese Umgebungsbebauung nicht stören“, erläutert Jörg Stralka, Leiter des Bestwiger Bauamtes.

Es sei bedauerlich, dass man die Anne-Frank-Schule, die über Jahrzehnte ein „guter Name“ für Schulbildung im Ortsteil Ostwig gewesen sei, habe schließen müssen, bekennt Bürgermeister Ralf Péus. Dennoch liege in diesem Schritt auch eine Chance: „Wenn wir jetzt eine neue, tragfähige Nutzung entwickeln können, liegt darin auch eine Chance, die Infrastruktur in Ostwig noch weiter zu verbessern.“