Neue Ideen für Schulgelände gesucht

Das Gelände der ehemaligen Franz-Stahlmecke-Hauptschule in Meschede.
Das Gelände der ehemaligen Franz-Stahlmecke-Hauptschule in Meschede.
Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
Das Grundstück der ehemaligen Franz-Stahlmecke-Schule in Meschede wird für die Umsetzung neuer Ideen freigegeben. Auch der Abriss ist nicht mehr ausgeschlossen.

Meschede..  Das Grundstück der ehemaligen Franz-Stahlmecke-Schule wird für die Umsetzung neuer Ideen freigegeben. Das hat der Stadtrat in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen. Auch der Abriss der leer stehenden Hauptschul-Gebäude an der Klocken Kapelle ist jetzt nicht mehr ausgeschlossen.

Ideen sollen im Zuge eines so genannten „zweistufigen Bieterverfahrens“ gefunden werden. Über solch ein Verfahren war, wie berichtet, die leer stehende Schule in Calle erfolgreich verkauft worden.

Abschluss binnen sechs Monaten

Das gesamte Verfahren soll innerhalb eines halben Jahres abgeschlossen sein. In Kürze beginnt der erste Schritt: Im „Interessenbekundungsverfahren“ können sich Bewerber im Rathaus melden – dabei geht es nur um allgemeine Anforderungen an Bieter, etwa ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit oder Erfahrungen mit ähnlichen Flächen. Danach erhalten geeignete Bewerber im zweiten Schritt die Möglichkeit, einen städtebaulichen Entwurf für das 10 500 Quadratmeter große Areal und ein Kaufpreisangebot vorzulegen.

Der Vorteil: Am Ende entscheidet der Stadtrat inhaltlich über das Konzept. Dabei muss nicht der angebotene Kaufpreis entscheidend sein. Umgekehrt wird das Gelände nicht zum Schnäppchenpreis zu haben sein: Die Stadt muss einen Mindestpreis fordern – ein zu günstiger Preis könnte als verdeckte Subvention ausgelegt werden.

Nutzung im Einklang mit Umgebung

„Alle sind willkommen“, sagt Bürgermeister Uli Hess. Er erhofft sich mehr Angebote über das Verfahren, als bei einer reinen Abwicklung über einen Makler. Die Stadt sei Herrin des Verfahrens: Am Ende würde sie einen Bebauungsplan aufstellen – „da kann nicht jeder machen, was er will“. In dem Wohngebiet, in dem sich die Schulgebäude befinden, sei zum Beispiel eine gewerbliche Nutzung ausgeschlossen. Die Nutzung soll im Einklang mit der Umgebung sein. Vorstellbar sei, sagt der Bürgermeister, ein neues Mini-Wohngebiet, das hier entstehen könnte.

Die Bemühungen, das Gelände zu verkaufen, waren bislang ergebnislos. Es gab Pläne der Hochschule, hier zusätzliche Räume zu nutzen – die seien auch „durchaus vielversprechend“ gewesen, so Hess.

Am Ende entschied die Uni, sich auf einen Standort zu konzentrieren. Wünschenswert sei es aus Sicht des Rates, möglichst viel von der Gebäudesubstanz zu erhalten – zwingend ist das aber nicht.

Als Vorgabe beim Pläne schmieden gilt: Auch eine künftige Haupterschließung soll wieder über die Straße An Klocken Kapelle erfolgen, außerdem sollen die jetzigen, vor allem von Schülern genutzten Fußwege über die Marien- und die Elisabethstraße und zur Treppenanlage hinunter zur Gebkestraße, weiter erhalten bleiben.