Neue Ideen für das Zusammenleben in Schmallenberg

Die Initiatoren des Integrationspreises freuen sich auf viele Bewerbungen.
Die Initiatoren des Integrationspreises freuen sich auf viele Bewerbungen.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Bürgerstiftung der Stadtsparkasse und der Lions-Club suchen beispielhafte Projekte. Im Mittelpunkt soll dabei der Austausch zwischen den Kulturen stehen.

Schmallenberg..  Der erste Integrationspreis des Sauerlandes wird in diesem Jahr in Schmallenberg verliehen. Unter dem Motto „Gemeinsam in Vielfalt“ stellen die Bürgerstiftung der Stadtsparkasse und der Lions Club eine Summe von insgesamt 10.000 Euro bereit. „Wir suchen nach guten praktischen Beispielen, die Vorbild für andere sein können“, sagt Lions-Mitglied Karl Josef Fischer.

Bewerben können sich alle Gruppen, Vereine und Initiativen, die aktiv etwas zur Integration junger Migranten in Schmallenberg beisteuern. Denkbar sind etwa gemeinsame Fußballmannschaften oder Patenschaften – die Jury will die Ideen aber nicht von vorneherein einschränken.

Austausch unter Ehrenamtlichen

„Es geht auch um Übertragbarkeit und Strahlkraft auf andere Kommunen im Sauerland – momentan formieren sich überall gruppen an Ehrenamtlichen, die gerne helfen möchten, aber noch Ideen brauchen, wie das am besten tun können“, sagt Dorothee Schackmann. Die Integrationsbeauftragte des Hochsauerlandkreises wird eines der Jurymitglieder sein, noch stehen nicht alle fest.

Im Mittelpunkt sollen Kommunikation und Austausch zwischen verschiedenen Kulturen stehen – auch, um Vorurteile abzubauen und so Ausländerfeindlichkeit vorzubeugen.

Der Vorsitzende des Lions-Fördervereins, Andreas Knappstein, sieht dafür gute Bedingungen vor Ort. „Schmallenberg hat seit den 60er-Jahren eine Gastarbeitertradition“, sagt er. „Heute gibt es schon viele Sauerländer mit Migrationshintergrund, die perfekt integriert sind.“ Nun gehe es darum, diese Basis zu nutzen und Ideen für die zukünftige Integration zu sammeln und vor allem auch weiterzugeben. Knappstein sieht Potenzial in den vielen ehrenamtlichen Gruppen Schmallenbergs, die seiner Meinung nach „ihr Licht nicht unter den Scheffel stellen sollten.“