Mescheder Unternehmer gewinnt Klimaschutzpreis

Meinolf Hesse
Meinolf Hesse
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Was wir bereits wissen
Mit einem Fingerstreich auf dem Smartphone Heizung und Beleuchtung regeln – das ist für Meinolf Hesse schon längst keine Zukunftsmusik mehr.

Schmallenberg/Bad Fredeburg.. Wenn Meinolf Hesse nach Feierabend gemütlich zu Hause auf dem Sofa sitzt, hat er trotzdem die volle Kontrolle über das einige Straßen entfernte Firmengebäude. „Wir können per Smartphone von zu Hause aus die Heizungen und das Licht steuern“, sagt er. Außerdem bekommt er sofort eine Nachricht, falls die Alarmanlage anspringt. In diesem Fall würden außerdem alle Rolltore und Jalousien automatisch herunterfahren. Die Sicherheit des Firmensitzes ist das eine – den bedeutenderen Nutzen liefert das Gebäudemanagement-System beim Energiesparen. Der Geschäftsführer der Firma Elektro Föster in Bad Fredeburg nutzt ein modernes Gebäudemanagement-System und bekommt dafür den diesjährigen RWE-Klimaschutzpreis.

Per Smartphone oder Tablet-PC kann Hesse nicht nur einzelne Lampen ein- und ausschalten oder auch Fenster schließen: „Das Interessante ist die Kombination der Funktionen“, sagt er. „Wenn jemand zum Beispiel länger ein Fenster in seinem Büro geöffnet hat, dann fährt die Fußbodenheizung automatisch runter.“ Die Heizung zum Beispiel ist so programmiert, dass sie die Büroräume und das Ladengeschäft aufheizt, bevor die ersten Kunden oder Mitarbeiter da sind. Andersherum läuft sie nur im Minimalbetrieb, wenn das Gebäude leer ist. Ähnliche Funktionen gibt es für die Beleuchtung.

Investition beim Neubau

Das Gebäudemanagement-System hat Hesse bereits mehrere Jahre lang erprobt. Beim Neubau des Firmensitzes am Wehrscheid wurden alle nötigen Kabel, Sensoren und Motoren direkt mit eingebaut. „Wir wollten das, was wir als Dienstleister für andere liefern, auch selbst umsetzen“, so Hesse. Die Investition hat sich für ihn bereits gelohnt. Die jährlichen Heizkosten haben sich für ihn seit dem Umzug in den Neubau mehr als halbiert – obwohl das neue Gebäude nahezu doppelt so groß ist wie das alte.

Bei den Stromkosten spart Hesse zusätzlich: Auf dem Dach des Gebäudes hat er eine Photovoltaik-Anlage installiert. Rund 60 Prozent des so erzeugten Stroms werden im Haus selbst genutzt, der Rest wird in das allgemeine Stromnetz eingespeist.