Mescheder SBG stößt kontinuierlich Wohnungen ab

Am Ende des Trappweges - unterhalb des Salzmann-Hauses - hat die Siedlungs- und Baugenossenschaft auch Eigentum. Für ein Haus hat sich jetzt ein Investor interessiert. Den Mietern wurde ein Vorkaufsrecht eingeräumt.
Am Ende des Trappweges - unterhalb des Salzmann-Hauses - hat die Siedlungs- und Baugenossenschaft auch Eigentum. Für ein Haus hat sich jetzt ein Investor interessiert. Den Mietern wurde ein Vorkaufsrecht eingeräumt.
Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
200 Wohnungen zu viel hat die SBG in Meschede. Das weiß sie seit sieben Jahren. Regelmäßig stößt sie daher auch Wohnungen ab, um in neue, lukrative Projekte zu investieren.

Meschede..  Während die Siedlungs- und Baugenossenschaft im Rinschen Park ihr neues Wohnprojekt mit insgesamt 44 Mietwohnungen errichtet, verkauft sie auf der anderen Seite Häuser und einzelne Wohnungen, die aus ihrer Sicht unwirtschaftlich sind. Dabei spielt die Lage eine wichtige Rolle.

„Bereits verkauft haben wir im Dezember 2014 die Häuser Fulmecke 2 und 4“, bestätigt Josef Lumme vom Vorstand der Siedlungs- und Baugenossenschaft. Und am Trappweg 30 gebe es einen interessierten Investor aus der Region. „Deshalb haben wir unsere Mieter dort informiert“, erläutert er und betont: „Unsere Mieter haben natürlich ein Vorkaufsrecht, und allen bieten wir Ersatzwohnungen an.“

Schon 2005 sowie 2007/2008 hatte sich die Genossenschaft intensiv mit der Entwicklung am Immobilienmarkt beschäftigt. „Experten haben schon damals gesagt, dass wir rund 200 Wohnungen zu viel haben“, erläutert Lumme. „Die Frage ist, wann verabschiedet man sich.“

Auch das Haus an der Waldstraße 94, dessen Dachstuhl im Januar 2012 völlig ausbrannte, hat die Siedlung nicht wieder aufgebaut, sondern abgerissen und dort eine Freifläche geschaffen. „Es bestand kein Bedarf“, sagt Lumme. Die Mieter seien damals alle an anderer Stelle untergekommen. Und schon 2007 hatte die Siedlung 60 Wohnungen in Ramsbeck am Eickhagen verkauft.

Auf Dauer wolle die Genossenschaft in zukunftsfähige Projekte reinvestieren. „Die sehen wir in Eslohe am Kurpark, im Rinschen Park in Meschede. Außerdem wollen wir in Finnentrop-Bamenohl ein Haus abreißen und neu errichten. Dazu brauchen wir aber Geld.“

Und wer kauft solche Objekte? Zum Teil seien es ehemalige Mieter, aber eben auch Investoren aus der Region, die Geld haben, erläutert Lumme. „Sie bekommen ja im Moment kaum Zinsen bei den Banken.“