Mescheder Künstler bemalen Eier für den guten Zweck

Christoph Mause hat Ei mit Küken für unsere Osteraktion gestaltet.
Christoph Mause hat Ei mit Küken für unsere Osteraktion gestaltet.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Vier Künstler aus Meschede haben ein besonderes Osterei für unsere Zeitung gestaltet. Die Werke werden für den guten Zweck versteigert.

Meschede.. Ostern – das Fest im Jahr, an dem in den Familien so viel gebastelt wird, wie sonst nur zu Weihnachten. Vor allem aber werden Ostereier bemalt. Wir haben vier Mescheder Künstler gebeten, uns ein Osterei für eine besondere Aktion zu gestalten. Spontan haben Christoph Mause, Susanne Klinke, Gerhard Becker und Barbara Achenbach zugesagt.

Sie sind auch spontan dabei, wenn es darum geht, die Eier anschließend für einen guten Zweck zu versteigern. „Ostern und das Osterei – das steht doch für Hoffnung, für Hoffnung auf ein neues Leben nach dem Tod“, sagt Susanne Klinke. Spontan schlägt sie deshalb vor, die Spenden dem Ambulanten Hospizdienst zugute kommen zu lassen. Das soll jetzt auch passieren, vorher stellen wir Ihnen Künstler und Kunstwerk vor.

Christoph Mause

Der 48-Jährige ist Objektkünstler, Maler und Kunsterzieher am Gymnasium der Benediktiner. Er ist bekannt dafür, dass er auf humorvolle Weise mit den Dingen spielt, gern zeigt er auch Tiere in Schwierigkeiten. Wie eben jenes Küken, das förmlich an sein Ei gefesselt zu sein scheint. „Einfach ein Ei zu bemalen, das ist nicht meins“, sagt er, „das bleibt immer ein Ei.“ Also sei er nicht umhin gekommen, aus dem Auftrag eine kleine Hühnerkükeninstallation zu machen.“

Mit einem Augenzwinkern kann jetzt auch der Betrachter auf Küken und Ei blicken. Und sich vielleicht Gedanken dazu machen, was die Hühnerfamilie wohl vom Rummel rund um das Osterfest hält.

Susanne Klinke

Die 55-Jährige ist ebenfalls Lehrerin, sie unterrichtet an der Walburga-Realschule. Überregional bekannt ist sie allerdings für ihre textile Kunst. Ein Ei sollte sie liefern, ein „Eye“ (englisch Auge) ist es geworden. Auf textiles Material hat sie eine Pupille gestickt und das Ganze in ein aufgebrochenes Hühnerei gesteckt. Von dort blickt einen das Auge nun leicht verwundert an.

„Ich fand einfach das Wortspiel schön“, sagt die Meschederin, die schon internationale Preis gewonnen und europaweit an vielen Ausstellungen teilgenommen hat. „Privat bin ich aber auch eine eifrige Ostereiermalerin“, sagt sie – immer samstags vor dem Osterfest werden die unterschiedlichsten Motive aufs Ei gezeichnet. Gern nimmt sie Urlaubsmotive wie Zugspitze oder Luganer See. Anschließend kommen die Eier in ein Körbchen und werden genüsslich verspeist.

Gerhard Becker

Der Maler und Zeichner ist mit 89 Jahren der Senior unter den Künstlern. Noch immer hält der studierte Architekt Gebäude und Landschaften im Bild fest. Dokumentiert hat er auch die sich verändernde Mescheder Innenstadt. Und er malt immer noch Auftragsarbeiten. Bald sieht man ihn wieder draußen, „im Moment ist es noch zu kalt“, sagt der unermüdlich Zeichnende, der allein das Sauerland in rund 1800 Bildern festgehalten hat. Ein Ei allerdings, das hat er nicht mehr bemalt, seitdem seine Kinder klein waren. „Ich habe ein wenig rumprobieren müssen.“ Letztlich hat er das Motiv mit Bleistift vorgezeichnet und mit Fineliner buntgemalt. Er entschied sich für die Klause, St. Walburga und die St.-Georgs-Kapelle. Detailreich wie immer.

Barbara Achenbach

Die Meschederin hat sich bewusst für ein Motiv ihrer eigenen Kindheit entschieden. Die 73-Jährige unterrichtete früher in Bad Fredeburg und war später in der Lehrerausbildung für das Fach Mathematik tätig. Seit zehn Jahren gehört sie der Villa Künstlerbunt an, wo sie nach einer Ausbildung an der europäischen Kunstakademie vor allem abstrakt malt. Zum Ei sagt sie: „Ich bin ja noch Kriegskind. Meine Geschwister haben in der Nachkriegszeit Eier mit Bleistiften bemalt. „ Diese Motive, Hasen und Hühner mit Sternchen und Eiern, hat sie für ihr Ei wiederaufgegriffen.

Für den guten Zweck

  • Die vier Künstler haben uns Ihre Ostereier für einen guten Zweck zur Verfügung gestellt.

  • Wer ein Ei ersteigern möchte, schickt sein Höchstgebot an meschede@westfalenpost.de mit Hinweis auf das Ei, das er ersteigern möchte.

  • Das eingenommene Geld kommt dem ambulanten Hospizpflegedienst der Caritas zugute.

  • Zwar haben die Künstler kein Mindestgebot festgesetzt, trotzdem werden die Angebote vor dem Zuschlag noch einmal mit den Künstlern abgesprochen.