Mescheder Fotografin gibt Tipps

Die Druckreif-Redaktion verlost zusammen mit Pilgrim-Foto ein Foto-Shooting für  „Beste Freunde“. Jungs und Mädels von 12 bis 22 Jahre können sich mit einem Foto von sich und ihrem Freund oder ihrer Freundin bewerben.
Die Druckreif-Redaktion verlost zusammen mit Pilgrim-Foto ein Foto-Shooting für „Beste Freunde“. Jungs und Mädels von 12 bis 22 Jahre können sich mit einem Foto von sich und ihrem Freund oder ihrer Freundin bewerben.
Foto: Annika Pilgrim
Was wir bereits wissen
Druckreif Meschede verlost gemeinsam mit der Fotografin Annika Pilgrim ein Fotoshooting mit der besten Freundin oder dem besten Freund. Junge Leser zwischen 12 und 22 Jahren können sich mit eigenen Fotos bewerben.

Fotografie ist ein schönes Hobby für Jedermann. Besonders in den Sommermonaten schnappen sich viele gerne ihre Kamera und knipsen los. Aber wie verhält man sich als Fotograf eigentlich am besten, wenn man Menschen ablichtet? Und was gibt es bei Vor- und Nachbearbeitung eines Shootings zu beachten? Druckreif hat mit der Fotografin Annika Pilgrim gesprochen.

Welche Anweisungen sollte man den Models vor dem Shooting geben hinsichtlich Outfit und Make-up?

Annika Pilgrim: Man muss im Vorfeld mit ihnen absprechen, unter welchem Thema das Fotoshooting stehen soll. Danach sollten sie dann ihre Outfits auswählen. Grundsätzlich gilt, dass sie sich darin immer wohlfühlen sollen. Das Make-up kann für Fotos ein bisschen stärker sein als normal. Man muss aber darauf achten, dass es gut gemacht ist. Wenn man sich sonst eher selten schminkt, sollte man es so machen wie immer oder zu einer Visagistin gehen.

Fotos einsenden

Wie verhält man sich als Fotograf am besten, um eine angenehme Stimmung zu erzeugen?

Mir ist es wichtig, die Models zu duzen. Das schafft eine persönliche Atmosphäre. Außerdem kann man ein paar Witze machen, um die Stimmung aufzulockern und das Eis zu brechen.

Wie bekommt man das Beste aus unerfahrenen Models heraus?

Man muss viele Anweisungen geben. Manche Posen kommen den Models zuerst merkwürdig vor, dann zeigt man ihnen am besten direkt auf dem Kamerabildschirm die Fotos, um die Gesten deutlich zu machen und aufzuzeigen, wie sie wirken.

Ist es leichter im Studio oder draußen zu fotografieren?

Auf jeden Fall draußen, da das Licht einfacher ist. Man sollte aber darauf achten, nicht in der prallen Sonne zu fotografieren. Dann kann es zum Beispiel Schlagschatten in den Gesichtern der Models geben. Besser ist Schatten oder bewölktes Wetter. Am besten ist das Licht eine Stunde nach Sonnenaufgang oder eine Stunde vor Sonnenuntergang. Dann ist es besonders weich.

Welche Kameraeinstellungen sollte man für Porträtfotos vornehmen?

Bei Spiegelreflexkameras muss man im manuellen oder AV-Modus eine kleine Blende wählen, zwischen zwei und fünf. Damit wird der Hintergrund unscharf, denn man möchte ja die Models hervorheben. Die Brennweite sollte zwischen 50 und 100 liegen. Bei kleinen Digitalkameras kann man auch den Porträtmodus verwenden. Wichtig ist, die Kamera nicht einfach einzuschalten und direkt loszulegen. Man sollte den Zoom verwenden und etwas zurückgehen. Dann muss man darauf achten, dass die Augen immer scharf sind. Beim Zoomen kann sich der Fokus schnell verändern.

Kannst du ein paar Tipps für Freundschaftsfotos geben?

Es sollte die Beziehung zwischen den Menschen erkennbar sein. Sie sollten sich anschauen oder irgendwie berühren, zum Beispiel Rücken an Rücken stehen. Wenn alle nur nebeneinander stehen und geradeaus gucken, dann ist das nicht so schön.

Wie viel sollte an Porträtfotos bearbeitet werden, damit sie immer noch natürlich sind?

Ich schneide die Bilder immer etwas zurecht, optimiere die Belichtung und mache manchmal eine Hautretusche. Bei der Wahl des Bildausschnittes ist es wichtig, nichts abzuschneiden. Es kann interessant wirken, Personen anzuschneiden, der Haaransatz sollte aber immer zu sehen sein und das Foto darf keine Gelenke „durchschneiden“.