Meschede wäre der dritte Hertie-Umbau

So sieht das frühere Hertie-Gebäude in Höxter aus: Aus dem alten Kaufhaus ist „Markt 1“ geworden – ein Umbau mit Geschäften, Gastronomie und Dienstleistern. Die Immobilie hatte Ähnlichkeiten mit dem Haus in Meschede.
So sieht das frühere Hertie-Gebäude in Höxter aus: Aus dem alten Kaufhaus ist „Markt 1“ geworden – ein Umbau mit Geschäften, Gastronomie und Dienstleistern. Die Immobilie hatte Ähnlichkeiten mit dem Haus in Meschede.
Foto: David Schellenberg
Was wir bereits wissen
Was wird der neue Investor aus dem Hertie-Haus in Meschede machen? Eine erste Antwort darauf bietet der Blick nach Höxter - dort ist „Markt 1“ eröffnet worden.

Meschede..  Wer eine ungefähre Vorstellung davon haben möchte, was aus dem früheren Hertie-Gebäude in Meschede werden könnte, der kann nach Höxter schauen. Dort hat die Fokus Development AG eines ihrer Projekte umgesetzt. Aus dem Hertie-Haus dort ist „Markt 1“ geworden. Voll vermietet ist es zum Weihnachtsgeschäft des vorigen Jahres eröffnet worden.

Die Reaktionen in Höxter: Der Bürgermeister lobte das Erscheinungsbild und freute sich, dass die „gute Stube“ des Ortes wieder attraktiv für die Kunden geworden sei. Auch wenn der Vorstandsvorsitzende des Investors, Axel Funke, in Meschede betonte, dass dieser Standort nicht komplett mit Höxter zu vergleichen sei, so gibt die Zusammenstellung der Mieter zumindest einen Eindruck davon, wer in der Kreisstadt einziehen könnte.

Platz mit Gastronomie

In Höxter ist die Drogerie Müller auf zwei Ebenen eingezogen, ein Imbiss, eine Bäckerei und Asia-Imbiss an der Marktplatzseite, dann ein Fitness-Studio und Textiler mit junger Mode, außerdem ein Physio-Therapie-Zentrum. Ein wesentlicher Unterschied: In Höxter liegt ein großer Teil der Flächen unter der Erde. Eine wesentliche Ähnlichkeit: Beide Gebäude sind an einem großen Platz angesiedelt – das bietet sich an für Gastronomie.

In Minden befindet sich ebenfalls ein ehemaliges Hertie-Haus im Umbau. Dort hat die Fokus Development AG einen Textiler als Ankermieter verpflichtet. Das Engagement dort ist ebenfalls nicht zufällig entstanden: Viele der Mitarbeiter des noch jungen Unternehmens – 2013 gegründet – haben Erfahrung in der Umgestaltung von Karstadt- und Hertie-Häusern. Sie pflege gute Kontakte zum Vermarkter der noch leer stehenden Häuser, Sebastian Mogos-Lindemann. Er hatte den Kontakt mit der Stadt Meschede eingefädelt – passenderweise an dem Tag, an dem die Pläne der Familie Bövingloh geplatzt waren. Es war übrigens nicht das einzige Gespräch mit möglichen Interessenten: Bis zu zwölf hat Bürgermeister Christoph Weber gezählt.