Meschede hat das schnellste Amtsgericht in ganz NRW

Justizminister Thomas Kutschaty hat jetzt das Amtsgericht Meschede besucht - hier im Gepräch mit Amtsgerichtsdirektorin Charlotte Merz.
Justizminister Thomas Kutschaty hat jetzt das Amtsgericht Meschede besucht - hier im Gepräch mit Amtsgerichtsdirektorin Charlotte Merz.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Landesjustizminister Thomas Kutschaty hat am Freitagnachmittag das Amtsgericht Meschede besucht. Er lobte das von Charlotte Merz „gut geführte“ Haus.

Meschede..  Nur 2,78 Monate dauert es im Schnitt bis im Mescheder Amtsgericht eine Strafsache bearbeitet ist. Damit ist die Kreisstadt Spitzenreiter unter allen Amtsgerichten in Nordrhein-Westfalen. „Ein gut geführtes Haus mit 36 hochmotivierten Mitarbeitern“, lobte denn auch Landesjustizminister Thomas Kutschaty gestern bei seinem Besuch im „alt-ehrwürdigen“ Amtsgerichtsgebäude an der Steinstraße. Rund zwei Stunden hatte sich der Minister für den Besuch bei Gerichtsdirektorin Charlotte Merz Zeit genommen.

Insgesamt gibt es in NRW 130 Amtsgerichte. Rund die Hälfte, darunter auch Brilon, Marsberg und Medebach, habe er bereits besucht, rechnete Kutschaty vor. Die restlichen wolle er noch kennenlernen.

Er gab ein Bekenntnis für den Erhalt der kleinen Amtsgerichte ab: „Das ist wichtig für die Bürgernähe unserer Justiz.“ Noch gebe es kein Problem, Richter für den ländlichen Raum zu gewinnen. „Wir suchen immer noch aus den besten Absolventen aus.“ Natürlich fänden sich weniger Bewerber für eine Stelle in Bad Fredeburg oder Meschede als für eine in Köln oder Münster. Zurzeit seien aber alle Stellen besetzt. Einen Bonus für die Bewerbung in der Region müsse es daher sicher nicht geben, sagte der Minister: „Gucken Sie aus dem Fenster, in dieser schönen Gegend zu arbeiten, ist doch Bonus genug“, sagte der Essener, der mit seiner Familie auch schon mal gern zum Schlittenfahren ins Sauerland kommt.