Mehr Verkaufsfläche

Am Meschede-Center begannen die Arbeiten zur Verlegung der Versorgungsleitungen.
Am Meschede-Center begannen die Arbeiten zur Verlegung der Versorgungsleitungen.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
85 Prozent der Verkaufsfläche im Meschede-Center sind bereits vermietet. Investor Hubert Bövingloh hat die Fläche insgesamt wieder auf 7700 Quadratmeter herauf gesetzt - der großen Nachfrage wegen.

Meschede..  „Ja, wir starten jetzt durch“: Mit Münsterländer Zurückhaltung bestätigt Investor Hubert Bövingloh, dass es an seinem „Meschede-Center“ endlich losgeht. 85 Prozent der Flächen in dem Einkaufszentrum seien vermietet, darunter das komplette Obergeschoss.

Weil die Nachfrage da ist, hat Bövingloh inzwischen auch die Verkaufsfläche wieder erhöht. Von zunächst geplanten 8000 Quadratmetern war er zwischenzeitlich, nachdem H&M überraschend seine Center-Pläne aufgegeben hatte, auf 7500 Quadratmeter zurückgegangen. Aktuell geht Bövingloh nun wieder von 7700 Quadratmetern aus, die umgesetzt werden.

Drei Läden sind im Meschede-Center noch zu vermieten, Bövingloh geht hier von einer Entscheidung in den nächsten vier bis sechs Wochen aus. Kommen werden auf jeden Fall – wie berichtet – die Unternehmen Adler (Mode), Rossmann (Drogerie), Schuhpark, MediMax (Elektro), hinzugekommen sind in der Zwischenzeit die Landbäckerei Sommer mit einem Café, ein kleines asiatisches Restaurant, außerdem mit „Mister Lady“ ein weiteres Mode-Unternehmen.

Auch Haushaltswaren dabei

Zugesagt hat auch „Kodi“ aus Oberhausen, ein Haushaltswaren-Fachdiscounter, der grade deutschlandweit expandiert. Der Mangel an Angeboten bei Haushaltswaren in der Innenstadt war in der Vergangenheit häufig von Bürgern und Geschäftsleuten angesprochen worden. Bövingloh hat darauf reagiert: „Wir hören auf die Mescheder.“ Der Investor ist zufrieden: „Der Branchen-Mix stimmt.“

Im Hintergrund muss jetzt auch noch eine offizielle Übergabe des Gebäudes zu einem Stichtag vom Hertie-Insolvenzverwalter an Bövingloh erfolgen – bei dieser endgültigen Abtretung werden dann zum Beispiel Versicherungspolicen übergeben: „Das ist nur noch eine Formalität“, sagt Hubert Bövingloh. In den nächsten 14 Tagen soll das über die Bühne gehen.

Viel Überzeugungsarbeit nötig

Die Zeitverzögerung bei der Umsetzung erklärt der Investor mit schwierigen Verhandlungen. „Meschede ist nicht der Nabel der Welt“ – Unternehmen, die über Filialen nachdächten, würden ein Projekt eher beispielsweise in Hamburg umsetzen, als endlich den Mietvertrag für Meschede zu unterschreiben: „Da steckt unglaublich viel Überzeugungs- und Beratungsarbeit hinter. Man muss Leute ansprechen und ständig weiterverhandeln.“ Hinzu komme ein schwieriges Umfeld im Handel: „Das Geschäft mit dem Internet macht extrem zu schaffen“, so seine Beobachtung – bei Textilern und Schuhverkäufern kämen Klagen über die Witterung hinzu.