Mehr Ein- als Austritte
12.02.2010 | 06:18 Uhr 2010-02-12T06:18:00+0100Meschede. Im Evangelischen Kirchenkreis Arnsberg hat die Auswertung der Ein-und Austritte der vergangenen Jahre eine positive Tendenz zu Tage gefördert: Seit 2005, dem Gründungsjahr der Wiedereintrittsstelle, sind von dieser 132 Menschen aufgenommen worden.
In den Kirchengemeinden vor Ort traten zusätzlich 238 Menschen in die evangelische Kirche ein. Im Jahr 2009 gab es nur 35 Austritte mehr als Eintritte. Dies ist die beste Bilanz in den vergangenen fünf Jahren.
„Schön, dass Sie (wieder) da sind” heißt die Studie, die Ende November 2009 von der Evangelischen Kirche in Deutschland veröffentlicht wurde. Unter der Leitung der westfälischen Oberkirchenrätin Doris Damke hatte sie die Projektgruppe „Wiedereintritt” erarbeitet.
Sie hält fest, dass in den vergangenen 15 Jahren in Deutschland die Zahl der Eintritte, Erwachsenentaufen und Übertritte im Bereich der EKD bei etwa 60 000 Menschen pro Jahr liegt.
Auch im Kirchenkreis Arnsberg haben Menschen positiv reagiert auf eine Haltung, die Margot Käßmann, Ratsvorsitzende der EKD, als „Stimmung der geöffneten Tore und Türen in der evangelischen Kirche” bezeichnet. Auch in Zukunft sollen offene Türen ein gutes Markenzeichen der evangelischen Kirche sein.
Denn trotz dieser guten Eintritts-Austritts-Bilanz und einer 2009 gestiegenen Anzahl von Täuflingen sinkt die Anzahl der Gemeindeglieder im Kirchenkreis Arnsberg kontinuierlich. In den ersten drei Monaten des Jahres blieb sie konstant bei 45.984, doch bis Ende Dezember war die Zahl um mehr als 300 gesunken.
Zwei Faktoren, so der Kirchenkreis, wirken hier zusammen: im Hochsauerlandkreis sterben mehr Menschen als geboren werden und es ziehen mehr Menschen weg als zu.
Die Verantwortlichen hoffen, dass sich die Kirchengemeinden von der positiven Entwicklung der Taufen und Eintritte zu weiterem Handeln leiten lassen. Jede Taufe und jeder Eintritt sei ein Fest für die Kirche und zudem ein wichtiges biographisches Erlebnis im Leben eines jeden Menschen. Sie suchten Gottes Zuspruch und ein Zuhause in der Kirche.
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