Mehr Abfall auf der Deponie

Ein Luftbild von Deponie in Frielinghausen: Die Anlage musste wieder erweitert werden.
Ein Luftbild von Deponie in Frielinghausen: Die Anlage musste wieder erweitert werden.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Seit dem Jahr 2013 steigt die Menge der Abfälle, die auf der Reststoffdeponie in Frielinghausen entsorgt werden massiv an.

Frielinghausen..  Speziell Abfälle der Deponieklasse III, also Sande, Schlacken, Filterkuchen, Böden, aber Baumaterialien, wie Asbest oder Dämmstoffe, werden zunehmend nach Frielinghausen gebracht. Waren es 2008 noch rund 89 000 Tonnen Müll, so bewegt sich die Zahl in den letzten drei Jahren zwischen 122 000 Tonnen (2012), 126 000 Tonnen (2013) und 129 000 Tonnen im Jahr 2014 - rund ein Drittel mehr.

Der Vorteil aus Sicht von Betriebsleiter Reinhard Pape: Mehr Müll bedeutet eine höhere Kosteneffizienz und letztlich sinkende Preise für die Bürger. Hauptgrund für den Anstieg ist eine Änderung der Deponieverordnung aus dem Jahr 2009, erläutert Pape. „Diese stellt deutlich höhere Anforderungen an Deponiebetreiber, die viele alte Anlagen nicht mehr erfüllen konnten.“ Deren Schließung führte zu einer deutlichen Steigerung der Abfallmengen auf der Zentralen Reststoffdeponie des Hochsauerlandkreises (ZRD) in Frielinghausen.

Das habe dazu geführt, dass die Deponie in Frielinghausen immer wieder bedarfsgerecht erweitert werden musste und muss. Pape: „Zurzeit befinden wir uns im zweiten Teil des dritten Bauabschnittes. Für Kosten von mehr als 1,5 Millionen Euro netto wird die Ablagerungsfläche um ca. 1,3 Hektar vergrößert.“

Trotzdem konnten und können auch heute noch andere Firmen laut Pape im Rahmen ihrer Wirtschaftlichkeitsberechnungen teilweise günstigere Konditionen anbieten. „Unsere Marktchancen haben sich aber durch die Änderung der Deponieverordnung deutlich verbessert, eine Tatsache, die dann auch zu höheren Erträgen führt.“

Nachteil für die Bürger war die Verschmutzung und Belastung durch die rege Bautätigkeit, die ist aber jetzt Geschichte. Pape: „Die Betriebsleitung hat alles unternommen, um die Verschmutzungen zu minimieren.“

23 Lkw täglich

Was bleiben wird, ist ein erhöhtes Verkehrsaufkommen. Denn auch in Zukunft muss eben deutlich mehr Abfall nach Frielinghausen transportiert werden. Pape: „Das Verkehrsaufkommen bewegt sich leicht über dem Vorjahresniveau. Gab es im Jahr 2008 etwa zehn Anlieferungen am Tag, waren es im vergangenen Jahr etwa 23 Lkw täglich.“ Um Leerfahrten zu vermeiden, fahren die Lkw möglichst auf dem Rückweg Baustoffe beispielsweise aus den Steinbrüchen Silbach und Halbeswig.