Malerin aus Grafschaft steht vor Fernsehkamera

Zusammen mit Raumausstatterin Resi Colter (links) steht Malerin Lena Winkelsträter aus Grafschaft vor der Kamera. Beide Frauen sind erst in diesem Jahr für die Sendung „Zuhause im Glück“ unterwegs.
Zusammen mit Raumausstatterin Resi Colter (links) steht Malerin Lena Winkelsträter aus Grafschaft vor der Kamera. Beide Frauen sind erst in diesem Jahr für die Sendung „Zuhause im Glück“ unterwegs.
Foto: Privat
Was wir bereits wissen
  • Die 27-jährige Grafschafterin Lena Winkelsträter ist für den Sender RTL2 unterwegs
  • Die Malerin ist Teil des Teams der Sendereihe „Zuhause im Glück“
  • 2014 hat sie bereits den Titel „Miss Handwerk“ bekommen

Grafschaft..  Die ehemalige „Miss Handwerk“ Lena Winkelsträter steht seit Kurzem auch vor der Kamera. Die Maler- und Lackierermeisterin aus Grafschaft unterstützt bei RTL2 das Handwerkerteam der Sendereihe „Zuhause im Glück“. Im Interview erzählt die 27-Jährige, wie es dazu kam und warum es beim Dreh oft emotional wird.

Seit Kurzem stehen Sie vor der Kamera – wie kam es dazu?

Lena Winkelsträter: Im letzten Jahr hat RTL2 bei meinem Chef angerufen und gefragt, ob ich für einen Dreh freigestellt werden könnte. Man hatte mich über die Berichte im Internet zur „Miss Handwerk 2014“ gefunden. Mein Chef wollte mir diese Chance ermöglichen und dann fing auch schon bald darauf der erste Dreh an. Die erste Folge mit mir wurde im Januar gedreht und im August ausgestrahlt.

Was mussten Sie für den Titel Miss Handwerk 2014 tun?

Man konnte sich im Internet bewerben und Stimmen sammeln. Ich habe mitgemacht, weil ich mit dem Titel das professionelle Fotoshooting in Arbeitskleidung gewinnen wollte. Eine Jury hat unter den Teilnehmern mit den meisten Stimmen zwölf männliche und zwölf weibliche für das Fotoshooting ausgewählt. Die Fotos kamen in einen Kalender zum Thema Handwerk. Speziell für Frauen im Handwerk sollte mit diesem Wettbewerb Werbung gemacht werden. Dann wurde auf der Internationalen Handwerksmesse in München noch einmal abgestimmt – ich habe gewonnen und bin „Miss Handwerk 2014“ geworden.

Warum haben Sie sich überhaupt für einen handwerklichen Beruf entschieden?

Ich wollte immer schon Malerin und Lackiererin werden. Bei Renovierungsarbeiten zu Hause habe ich immer mitgeholfen – das hat mir viel Spaß gemacht. Deshalb habe ich das Gymnasium abgebrochen und eine Ausbildung gemacht.

Und wie war es dann, auf einmal vor der Kamera zu arbeiten?

Ich war natürlich super nervös und aufgeregt vor dem ersten Dreh. Man weiß nicht so genau, was man sagen soll – mit der Kamera vor dem Gesicht erst mal nichts mehr natürlich. Aber man kann seine Sätze ja ganz oft sagen und das Filmteam schneidet hinterher alles zusammen. Das Team ist überhaupt super nett und lustig. Die Arbeit macht wirklich total viel Spaß.

Wie unterscheidet sich die Arbeit am Set mit der im Betrieb?

Das fängt schon damit an, dass die Baustelle am Set an acht Tagen fertig gestellt werden muss. Wir reisen in der Regel mittwochs im Hotel an. Wir drehen jeden Tag bis mindestens 18.30 Uhr, oft an den letzten Tagen aber auch bis 22 Uhr oder noch länger. Toll ist, dass man sich sonst um nichts kümmern muss. Man muss nur vom Hotel zur Baustelle fahren und zurück, auch das Essen bekommt man geliefert. Man kann sich voll und ganz auf die Baustelle konzentrieren und muss alltägliche Dinge nicht organisieren. Wenn man in so kurzer Zeit so viel arbeitet, sieht man auch einen riesigen Unterschied von Vorher zu Nachher. Das ist echt beeindruckend.

In der Serie „Zuhause im Glück“ werden die Häuser von Menschen renoviert, die sich in schwierigen Lebenslagen befinden. Wie ist das für Sie, direkte Einblicke in solche Schicksale zu erhalten?

Das ist zum Teil richtig schlimm. Zuletzt waren wir bei einer Familie, bei der der Sohn an Leukämie erkrankt war, sich aber auf dem Weg der Besserung befand. Dann erkrankte der Vater an Lungenkrebs und verstarb noch vor Drehbeginn. Die arme Mutter konnte sich über unseren Besuch gar nicht so richtig freuen. Da fühlt man schon sehr stark mit. Aber das spornt natürlich auch an, sich so richtig ins Zeug zu legen und das Beste rauszuholen.

Wann werden Sie das nächste Mal in einer Folge zu sehen sein?

Wir drehen jetzt noch bis November. Dann ist die Staffel vorbei. Schon im Januar geht es dann mit der nächsten Staffel los. Ich bin aber auch nicht in jeder Folge dabei. Der Sender fragt immer mal wieder Drehtermine an und wenn man diese zeitlich einrichten kann, dreht man eben wieder mit, ansonsten kann man auch absagen. Die nächste Folge mit mir soll am 8. November ausgestrahlt werden.