Mäusebussard greift Jogger am Hennesee an
27.06.2012 | 14:00 Uhr 2012-06-27T14:00:00+0200
Meschede. Ein Jogger ist am Hennesee von einem Mäusebussard angegriffen worden. Nach dem vierten Angriff konnte er das Tier verscheuchen, indem er Wegesplitt in dessen Richtung warf. Wahrscheinlich verteidigt der Vogel sein Nest mit Jungvögeln.
Der Vogel ist nervös. Kein Wunder sagt Axel Schulte, Mitarbeiter der biologischen Station in Bödefeld. Wahrscheinlich liegt sein Nest mit Jungvögeln auf einem von Kyrill freigelegt Baum - nach allen Seite offen. So war es jedenfalls vor einigen Jahren, als die erste Warnmeldung von einem Greifvogel, der ahnungslose Spaziergänger und Jogger angreift, veröffentlicht wurde.
Jetzt lief wieder ein Jogger am Hennesee in Richtung Remblinghausen, als ein Greifvogel ihn attackierte. Mehrere Anflüge habe das Tier gestartet. „Die Flüge gingen genau in meine Richtung, maximal anderthalb Meter über meiner Person. Alfred Hitchcock lässt grüßen!“, schreibt der Schmallenberger in seiner Mail an die Redaktion.
Nach dem vierten Angriff konnte er das Tier verscheuchen, indem er Wegesplitt in dessen Richtung warf. Auch eine Remblinghauserin wurde von einem Greifvogel an der gleichen Stelle attackiert. Sie suchte Schutz in einem Busch, bis sich der Vogel - sie vermutet es war ein Roter Milan - verzogen hatte.
Nest normalerweise in Bäumen an Waldrändern
Axel Schulte glaubt nicht an einen Milan. „Das wäre sehr ungewöhnlich.“ Er vermutet, dass es der gleiche Vogel ist, der auch schon vor einigen Jahren oberhalb des Hennesees aufgefallen war - ein Mäusebussard. „Möglicherweise nutzt er auch das gleiche Nest“, schätzt der Wissenschaftler. Damals hatte sich Schulte den Ort genauer angesehen. „Der Vogel brütete auf einem Baum, den der Orkan Kyrill stehengelassen hatte.“
Normalerweise suchten sich Bussarde für ihr Nest eher Bäume an Waldrändern und beobachteten von dort - zumindest nach einer Seite geschützt - die Gegend. Ein Nest wie auf einem Aussichtsturm sei für den Vogel purer Stress. „Dass er von dort seine Brut gegen vermeintliche Eindringlinge verteidigt, ist ein normales Revierverhalten“, sagt Axel Schulte. Er warnt vor übertriebener Panik und rät zu umsichtigem und aufmerksamem Verhalten.
Scheinangriffe von Bussard - keine echte Gefahr
Wenn man mit einem Angriff rechne, könne es durchaus faszinierend sein, dieses Schauspiel zu beobachten. „Man kann sich einfach wegducken oder einen Stock als Schutz über den Kopf halten“, empfiehlt er. „Das sind nur Scheinangriffe, ich glaube nicht, dass eine echte Gefahr von dem Bussard ausgeht.“ Schwerwiegende Verletzungen seien so gut wie nicht bekannt. In Kürze, so vermutet er, wird der Vogel seine Attacken auch wieder einstellen. „Spätestens, wenn die Jungvögel den Horst verlassen haben."
23:26
Haltet eure Quanten einfach aus den Revieren raus...ich weiss nicht so einfach wenn man meint man hätte das Recht hier rumzurennen...soll der blöde Piepmatz seine Eier halt woanders ausbrüten.....
23:05
Jogger und Stöckchenläufer (die meinen Nordic Walker zu sein) sind eh schon eine Pest! Einfach mal in einen Sportverein eintreten und dort trainieren!!!
Wenn ich sowas höre. Die Couch lässt grüßen.
15:41
Was erlaubt sich der Mensch..