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Männer sollen in Meschede Holz geklaut haben

14.02.2012 | 17:04 Uhr
Männer sollen in Meschede Holz geklaut haben
Holzstämme liegen auf einem Stapel.

Meschede.   Zwei Männer aus Meschede sollen Holz gestohlen und verkauft haben. Die Aussagen von Angeklagten und Zeugen stimmten nicht überein. Der Prozess wird fortgesetzt.

Ein Prozess rund um gestohlenes Holz entwickelte sich am Dienstagmorgen im Amtsgericht zu einem kleinen Krimi. Der Vorwurf: Die beiden Angeklagten, 41 und 56 Jahre alt, Vater und Sohn, sollen 50 Raummeter Buchenholz entwendet und verkauft haben.

Es war im Mai vergangenen Jahres, als Stadtförster Peter Kotthoff bemerkte, dass in einem der Reviere Holz fehlte. Das sagte der 63-Jährige gestern vor Gericht aus. Die Schranke, die einen Abtransport verhindern sollte, stand offen; das Schloss war geknackt. Wenig später entdeckte der Förster das Holz auf einem Hof in Wehrstapel.

Mithilfe der Markierung habe er es wiedererkannt, sagte Kotthoff. Er meldete den Vorfall der Polizei. Die Beamten konfrontierten daraufhin den Hofbesitzer mit dem Verdacht, dass das Holz auf seinem Gelände geklaut worden sein soll. Der 46-jährige Mann erklärte den Beamten zwei Bekannte hätten ihm das Holz geliefert. Einer der beiden habe ihm am späten Freitagabend per SMS mitgeteilt, dass er am nächsten Morgen seine bestellte Holzlieferung bekommen würde. Der Verdacht: Die beiden Männer sollen das Holz in der Nacht von Freitag auf Samstag gestohlen haben.

Sie fanden sich jetzt auf der Anklagebank wieder. Dort lieferten die beiden Männer eine komplett andere Version ab. Sie hätten das Holz von zwei Osteuropäern gekauft. Diese hätten das Holz auf einem Internet-Marktplatz angeboten. Schriftliche Nachweise über den Kauf konnten sie jedoch nicht vorweisen. Die Osteuropäer hätten mit unterdrückter Telefonnummer angerufen. Im Laufe der Verhandlungen verstrickten sich die Angeklagten jedoch nach Ansicht von Richterin und Staatsanwältin in etliche Widersprüche: „Sie erzählen uns hier ein Märchen.“

Richterin Elke Spenner stellte den Angeklagten bei einem Geständnis ein milderes Urteil in Aussicht. Die beiden blieben aber bei ihrer Version. Nun werden weitere Zeugen geladen. Der Prozess soll am 1. März fortgesetzt werden.

Katharina Klöber

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