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Lebensqualität im Ort verbessern

27.03.2013 | 09:00 Uhr
Lebensqualität im Ort verbessern
So soll der Dorfgemeinschaftsraum in Westernbödefeld einmal aussehen.Foto: Privat

Westernbödefeld. Die preisgekrönte Ehrenamtskneipe „Kumm rin“ in Ostwig hat’s vorgemacht. Ein ähnliche Treffpunkt ist bereits in Kückelheim (Eslohe) entstanden. Einen Dorfgemeinschaftsraum mit Thekenbetrieb als Kommunikationszentrum möchten jetzt auch die Westernbödefelder in ihrem Ort schaffen. Initiator ist der Heimatbund, der das Vereins- und Dorfleben in Westernbödefeld maßgeblich beeinflusst. Das Leader-Projekt, das vom Planungsbüro Raumzenit betreut wird, soll noch in diesem Jahr umgesetzt werden.

Infrastruktur ausbauen

Die Entwicklungen der vergangenen Jahre haben den Wunsch der Westernbödefelder nach einem Treffpunkt für Jung und Alt aufkommen lassen. „Alle Lebensmittelgeschäfte und Handwerksbetriebe wurden geschlossen, es gibt nur noch wenige Arbeitsplätze im Ort“, erklärt der Heimatbund in seinem Schreiben, in dem er das Projekt erläutert.

Mit dem Weggang des Pastors in Bödefeld habe außerdem die Kapelle Maria Heimsuchung an Bedeutung verloren. „In ihr wird nur noch einmal im Jahr eine heilige Messe gefeiert“, schreibt der Verein weiter. Und auch die frühere Gastwirtschaft ist mit einem neuen Pächter zu einem reinen Pensionsbetrieb geworden und steht den Westernbödefeldern nicht mehr als Treffpunkt zur Verfügung.

Westernbödefeld mit seinen 330 Einwohnern und einem „hohen Anteil an Kindern und Jugendlichen will dem Trend zum Wegzug vorbeugen.“ Dafür sei es notwendig, Infrastruktur auszubauen und die Lebensqualität im Ort zu verbessern.

Idee des Heimatbundes ist es, in der vereinseigenen Dorfhalle – einer ehemalige Scheune – einen Bereich mit einer Haus-im-Haus-Konstruktion abzutrennen. Dort sollen dann 30 bis 40 Besucher Platz finden und auch eine kleine Bühne ist eingeplant. Größere Feste wie die Kirmes, aber auch Theaterspiele, Versammlungen und Privatfeste könnten weiterhin in der Dorfhalle stattfinden.

Mit regelmäßigen Öffnungszeiten und Thekenbetrieb, der natürlich ehrenamtlich gestemmt wird, soll der neue Dorfgemeinschaftsraum ein Treffpunkt für alle Westernbödefelder werden. Kleinere Feiern, Klönrunden, Spielenachmittage, aber auch Seniorentreffen, Vorstandssitzungen, Mutter-Kind-Treffen und kulturelle Veranstaltungen sollen dort Raum finden.

Neben den Veränderungen im Gebäude ist dafür aber auch ein kleiner Anbau notwendig, in dem zum Beispiel ebenerdig eine Toilettenanlage errichtet werden soll. Außerdem müsste die gegenwärtige Theke neu gebaut werden.

Insgesamt 130.000 Euro soll das Projekt Dorfgemeinschaftsraum kosten. Eine Leader-Förderung in Höhe von 60.000 Euro ist bereits zugesichert worden.

Stadtentwicklungskonzepts 2030

Der Heimatbund sieht sich in der Lage, 45.000 Euro für das Projekt aufzubringen – „in dieser Summe enthalten, sind aber auch die handwerklichen Eigenleistungen“, erklärt Holger Entian von der Stadtverwaltung, die Projektträger ist. Da es zur Umsetzung des Stadtentwicklungskonzepts 2030 beiträgt, ist das Westernbödefelder Projekt in „besonderem Maße unterstützenswert“, so die Stadtverwaltung. Sie will die restlichen Kosten tragen.

Hintergrund:

- Das Projekt Dorfgemeinschaftsraum in Westernbödefeld soll noch im Jahr 2013 umgesetzt werden.

- In der nächsten Ratssitzung soll über das Projekt entschieden werden. Die Bauantragstellung läuft parallel dazu.

Von Laura Mock

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2013-03-27 09:00
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