Kultur Pur bietet Streicher, Schleicher und ganz viel Liebe

Comedy oder Kabarett? Thorsten Sträter ist das egal.
Comedy oder Kabarett? Thorsten Sträter ist das egal.
Foto: Privat
Hagen Rether, Andreas Schleicher, Frank Goosen und Thorsten Sträter kommen in den kommenden Monaten nach Bestwig. Der Verein Kultur Pur hat bereits mit dem Vorverkauf für alle Veranstaltungen begonnen

Bestwig..  Hagen Rether, Andreas Schleicher, Frank Goosen und Thorsten Sträter kommen in den kommenden Monaten nach Bestwig. Der Verein Kultur Pur hat bereits mit dem Vorverkauf für alle Veranstaltungen begonnen.

Hagen Rether

Den Auftakt des Herbstprogramms macht der Kabarettist Hagen Rether, der am Sonntag, 20. September, um 19 Uhr mit seinem stets weiterentwickelten Programm „Liebe“ zum dritten Mal ins Rathaus kommt. Der Titel bleibt - alles andere ist neu. Dabei widmet er sich besonders dem zunehmend undurchsichtigen Geflecht politischer und wirtschaftli­cher Abhängigkeiten. Vor diesem Hintergrund lässt Rether Strippenzieher und Marionetten, Strohmänner und Sündenböcke aufziehen. Er versucht den oft absichtsvoll verborgenen Nutzen von Klischees und Drohkulissen aufzudecken und sogenannte Sensationen als mediale Ablenkungsmanöver zu enttarnen. Während er diese Fäden entwirrt und sich wieder darin verstrickt, erscheint dahinter die Eitelkeit der (Ohn-)Mächtigen und hinter so manchem Politikergefecht der Lobbyismus. Verkäufer und Verkaufte erkennen sich für einen kurzen Moment im Spiegel.

Die Tickets kosten im Vorverkauf 25 Euro. Noch gibt es Restkarten.

Bestellungen sind schon möglich

Andreas Schleicher-Orchester

Am Samstag, 7. November, folgt der Auftritt des Andreas Schleicher-Orchesters, ebenfalls im Rathaus. Andreas Schleicher singt deutschen Pop, war Entertainer in „Der Popolski Show“, Vocalcoach bei X-Factor, schreibt Filmmusik und spielt 120 Konzerte im Jahr. Auf seinem aktuellen Doppelalbum „Mädchen gegen Jungs“ stellt er seine deutschsprachigen Popsongs vor. Zehn Songs spielte er mit einer rein weiblichen Band, dem Indigo-Streichquartett ein. Sie besteht aus vier Streichern „und einem Schleicher“. Die gleichen zehn Lieder nahm er auch mit einer rein männlichen Akustik-Band um den Gitarrenvirtuosen Andre Krengel auf. Jetzt sind beide Formationen in seinem „Orchester“ vereint. Wer akustischen Singer- und Songwriterpop mit spannenden, spritzigen und sphärischen Improvisationsmomenten mag, ist hier genau richtig. Hierfür kosten die Karten im Vorverkauf 16 Euro.

Frank Goosen

Am Dienstag, 1. Dezember, um 20 Uhr folgt der „Krippenblues“ mit Frank Goosen. Zwar mag jetzt noch niemand an Weihnachten denken, doch werden die ersten Lebkuchen in zwei Monaten schon wieder in den Regalen stehen. Deshalb gibt es auch für diesen Abend schon Karten. Frank Goosen spielt dieses Programm nur an wenigen Terminen im Dezember - diesmal findet er den Weg nach Bestwig.

Dabei wirft der Bochumer einen spöttisch-satirischen Blick auf das Fest der Feste, beschäftigt sich mit Lichtertreppchen in Wohnzimmerfenstern, beleuchtet den Weihnachtsmarkt, erzählt von stressigen Weihnachtsjobs und beaufsichtigt eine Bastelstunde voller Kinder. Und natürlich erklärt er, wieso das Schmücken des Weihnachtsbaumes definitiv Männersache ist. Eine genüssliche Schilderung des Weihnachtsfestes im Schoße der Familie wird ebenfalls nicht fehlen. Frank Goosen kennt dafür auch einen anderen Begriff: „Katastrophe“. Karten kosten im Vorverkauf 19 Euro.

Thorsten Sträter

Auch für das erste Gastspiel in 2016 gibt es schon Karten. Am Freitag, 15. Januar, kommt Thorsten Sträter zu einer Lesung unter der Überschrift „Selbstbeherrschung umständehalber abzugeben“ ebenfalls in den Bürgersaal. Was immer er tut, ist von einer gewissen Ruhe geprägt. Hysterie ist ihm fremd. Sträter erzählt sicherheitshalber auch nur von Dingen, von denen er etwas versteht, also zum Beispiel: Die Einsamkeit, die einen umweht, wenn man sich in der gesamten Republik über die eigene Familie lustig macht, tote Hunde und Fleischwurst-Beschaffungsmaßnahmen und sonstigen Kladderadatsch. Ob das nun Kabarett oder Comedy ist, ist dem Endvierziger egal: „Wen juckt das? Nennen Sie es tiefenentspannte Neurosendeutungslasagne.“ Karten kosten 19 Euro.