Krisen friedlich bewältigen

Meschede..  Jetzt hatten der Vorstandsvorsitzende von Archemed, Ärzte für Kinder in Not, Dr. Peter Schwidtal aus Soest, und seine Stellvertreterin, Anne Rieden aus Meschede, die Gelegenheit, den Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Dr. Gerd Müller, in Berlin zu einem vertieften Meinungsaustausch zu treffen. Die Entwicklungszusammenarbeit wird heute als globale Struktur- und Friedenspolitik verstanden, die helfen soll, Krisen und Konflikte friedlich zu bewältigen. Da täglich unzählige Menschen aus Eritrea, dem Projektland von Archemde, ihr Land verlassen und auf abenteuerlichen Wegen nach Deutschland kommen, wenn es ihnen denn überhaupt gelingt, ist es Dr. Müller ein Anliegen, die Beziehungen zwischen Deutschland und Eritrea zu verbessern und vielleicht auch mit Maßnahmen, die vom Ministerium finanziert werden, strukturelle Veränderungen im Land herbeizuführen.

Steigende Asylbewerberzahlen

Angesichts steigender Asylbewerberzahlen sei es ein dringendes Gebot der Stunde, über Angebote nachzudenken, die den vorwiegend jungen Menschen ein Verbleiben im Heimatland und eine berufliche und persönliche Perspektive ermöglichen könnten. Da Archemed seit vielen Jahren mit medizinischen, aber auch sozialen Projekten in Eritrea vertreten ist und über intensive Erfahrungen auf allen Ebenen mit der eritreischen Gesellschaft und seinen Besonderheiten verfügt, war Dr. Müller sehr interessiert, darüber Genaueres zu erfahren, und die Besucher aus NRW sind mit dem Eindruck nach Haus gefahren, dass der Minister angesichts der Gesamtsituation die Beziehungen zu Eritrea überprüfen und vielleicht auch Wege aus dem etwas „festgefahrenen“ Verhältnis zu diesem Land suchen wird.