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Kriminalstatistik: "HSK sicher"

04.03.2008 | 18:13 Uhr

Meschede. (ah) "Das Leben in unserem Kreis ist sicher", so Hans-Jürgen Baum, Leiter der Direktion Kriminalität, bei der gestrigen Präsentation der polizeilichen Kriminalstatistik 2007 für den Hochsauerlandkreis.

Im vergangenen Jahr lagen 14 916 Straftaten vor, 282 mehr als im Vorjahr. Damit zeigte sich Baum zufrieden. Die Steigerung resultiere aus einem größeren Betrugsverfahren im Zusammenhang mit einem Olsberger Hotel. Die Gesamtaufklärungsquote lag insgesamt nahezu unverändert bei 54,85 Prozent.

Die Gesamtzahl der Gewaltdelikte ist von 470 auf 459 gesunken. Baum sieht dies positiv, aber: "Die Gewaltbereitschaft nimmt zu, und die Hemmschwelle sinkt." Zudem seien 42 Prozent unter Alkoholeinfluss geschehen. Im Bereich der Tötungsdelikte gab es drei Versuchshandlungen. Die Zahl der Raubstraftaten ist um sechs Fälle auf 66 Taten gesunken. "Erfreulich ist, dass wir eine Serie von Banküberfallen aufklären konnten."

Die Zahl der Diebstähle reduzierte sich weiter um 57 auf 5 991 Fälle. Es gibt immer weniger Wohnungseinbrüche: 267 im Jahr 2007. Wichtig sei die "rege Präventionsarbeit". Auffällig ist die Zunahme des Diebstahls aus Kraftfahrzeugen um 144 auf 821 Fälle. Im Visier der Täter sind vor allem Navigationsgeräte, deren Identifizierung schwierig ist.

Die Mehrheit der 2 284 Sachbeschädigungen in 2007 ist auf Alkoholeinfluss zurückzuführen. 41 Fälle der Verbreitung von (Kinder-) Pornographie wurden registriert, im Vergleich zu 17 Fällen in 2006. Die Fahndung werde aufgrund der rasanten Entwicklung im IT-Bereich immer schwieriger. Mit 372 Rauschgiftdelikten gab es 37 Fälle weniger als 2006 - ein Tiefstand in der Langzeitbetrachtung. Unverändert liegt der Anteil der Jugendkriminalität bei 30,9 Prozent. "Das ist nicht zufriedenstellend", so Baum. Gezielte Konzepte sollen die Lage verbessern. Die Zahl jugendlicher Mehrfachtatverdächtiger ist von 106 auf 86 gesunken. "Diese Reduzierung ist sicherlich ein Erfolg, aber wir werden auf diesem Sektor weiterarbeiten." Die Schadenssumme der Straftaten im HSK wird laut Baum auf insgesamt 21,5 Millionen Euro beziffert.

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