Kreis unterstützt Pläne für Hubschrauber in Schüren

Luftrettung Sauerland plant eigenen Hubschrauber in Meschede Schüren zu stationieren
Luftrettung Sauerland plant eigenen Hubschrauber in Meschede Schüren zu stationieren
Foto: Privat
Was wir bereits wissen
2014 haben gelernte Rettungsassistenten aus dem Raum Schmallenberg eine interessante Initiative angestoßen: Auf dem Flugplatz in Schüren soll eine eigene Luftrettung für das Sauerland entstehen.

Schmallenberg/Schüren..  Das Ziel: Die medizinische Versorgung im ländlichen Raum weiter verbessern. Viele offene Fragen müssen zuvor aber noch geklärt werden. Ein unter Umständen langer Weg, den die Initiatoren noch vor sich haben.

Es geht den Initiatoren nach eigener Aussage darum, der Bevölkerung des Sauerlandes ganztägig einen national vergleichbaren Zugang zur medizinischen Maximalversorgung zu ermöglichen und notärztliche Hilfsfristen auf dem Land weiter zu verkürzen.

Noch einige Hürden

Ein Förderverein wurde bereits gegründet, die Anträge beim Gesundheitsministerium gestellt. Auch ein geeigneter Hubschrauber steht lieferbar in den USA. Sobald alle Genehmigungen erteilt sind, soll die Maschine 24 Stunden als Rettungs- und Intensivtransport-Hubschrauber in Meschede-Schüren stationiert werden.

Bis dahin sind aber noch einige Hürden zu nehmen. Zum Beispiel müssen Gespräche mit den Kassenärztlichen Vereinigungen geführt werden, um die Finanzierung zu sichern. Abgerechnet werden sollen die Flüge über die Krankenversicherungen.

Im Genehmigungsverfahren des Gesundheitsministeriums musste auch der Hochsauerlandkreis als Träger des Rettungssystems eine Stellungnahme abgeben. „Wir sehen die Initiative durchaus positiv“, sagt Christof Dürwald, Fachdienstleiter des Rettungsdienstes im HSK. Allerdings sei der Hochsauerlandkreis nicht direkt beteiligt, da die Alarmierung der Rettungshubschrauber überregional organisiert werde. „Wir dürfen Hubschrauber im Rettungsdienst nicht direkt einsetzen“, erklärt Dürwald. „Wir sind angehalten, über die Rettungsleitstelle Unna einen Hubschrauber anzufordern.“

Genehmigungsverfahren läuft noch

Unna fordere dann eine Maschine aus Lünen oder Siegen an – der Rettungshubschrauber der geplanten Luftrettung Sauerland könne laut Dürwald erst dann von der Rettungsleitstelle Unna alarmiert werden, wenn sie selbst keinen Hubschrauber zur Verfügung stellen könne.

Das Genehmigungsverfahren des Gesundheitsministeriums (beziehungsweise konkret bei der Bezirksregierung Münster) läuft noch.