Kraft für unser Leben

Erstkommunion: Anfang oder Ende?


In vielen katholischen Gemeinden war sie schon am Weißen Sonntag, in manchen folgt sie an diesem oder einem der nächsten Sonntage: Die Erstkommunion der Kinder. Ein wichtiger und unvergesslicher Tag.


Ein Tag, auf den seit Monaten viel Vorbereitung verwendet wird: Das ist gut so! Ist doch der Gottesdienstbesuch manchen vielen Familien eher fremd und der Kontakt zu den Gemeinden nicht da. So wird auch von den Familien mit mehr oder weniger Engagement die Zeit der Vorbereitung gestaltet. Die Kinder sind offen dafür und meist mit viel Eifer dabei. Sie hören zu, stellen viele Fragen und erzählen von all dem, was sie bereits wissen: über Gott, Jesus und die Kirche, wie sie oft sagen. Und mit Freude und Stolz übernehmen sie im Gottesdienst eine Aufgabe oder lesen einen Text vor. Je näher der Tag rückt, umso aufgeregter sind sie, können den Tag in ihrer kindlich freudigen Erwartung nicht mehr abwarten: Jesus im heiligen Brot zum ersten Mal zu empfangen. Welch großes Geschenk! Und der Tag selbst ist dann noch von vielen anderen Dingen besetzt. Gute Kleidung, feines Essen, viele kleine und große Geschenke und was alles dazu gehört. Am Montag noch die Dankmesse und dann? Wo ist der Eifer der Vorbereitungszeit, die Freude, doch endlich an der Tischgemeinschaft Jesu teilzunehmen? Gibt es auch eine Zweitkommunion, so fragte kürzlich ein Kommunionkind?


Ja, die gibt es jeden Sonntag, in jeder heiligen Messe, immer wieder neu lädt Jesus an seinen Tisch ein. Im heiligen Sakrament will er uns seine ganze Liebe schenken und uns Kraft für unser Leben geben. Ermuntern wir die Kinder dazu und begleiten wir sie zum Gottesdienst. Lassen wir es nicht bei der Erstkommunion!
Hildegard Tigges, Gemeindereferentin im Pastoralverbund Schmallenberg-Eslohe