Kostenloses WLAN für Bürger und Gäste

Nicht verfügbar: Momentan müssen Nutzer von Smartphones am Schützenplatz noch auf ihr Mobilfunknetz zurückgreifen, wenn sie im Internet surfen wollen.
Nicht verfügbar: Momentan müssen Nutzer von Smartphones am Schützenplatz noch auf ihr Mobilfunknetz zurückgreifen, wenn sie im Internet surfen wollen.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
UWG-Fraktion schlägt freies WLAN in Schmallenberg und Bad Fredeburg vor.

Schmallenberg..  Kostenloses WLAN für alle in den Zentren von Schmallenberg und Bad Fredeburg – so lautet ein Vorschlag der UWG-Fraktion. In einem schriftlichen Antrag bitten die Politiker die Verwaltung darum, zu prüfen, ob noch in diesem Sommer öffentliche Internetzugänge rund um den Schützenplatz in Schmallenberg und den Kirchplatz in Bad Fredeburg geschaffen werden können.

In vielen Großstädten gibt es solche Hotspots bereits. „Jetzt beginnt der Ausbau auch in den kleineren Kommunen und Schmallenberg könnte hier eine Vorreiterrolle einnehmen“, heißt es im Antrag der UWG. So könne die Stadt noch attraktiver für Unternehmen, Bürger und Gäste werden.

Rechtliche Bedenken

Die Politiker begründen ihren Vorschlag auch damit, dass den Touristen angesichts der anstehenden Erhöhung der Kurtaxe mehr geboten werden sollte. Voraussichtlich ab Juli wird die Kurtaxe von bisher 1,25 Euro auf zwei Euro pro Tag und Person angehoben. Allerdings hat die Kur- und Freizeit GmbH schon einige neue Leistungen für die Gäste einkalkuliert, etwa Sightseeing- und Wandererbusse, kosten lose Eintritte in Museen und Schwimmbäder und Ähnliches.

Trotzdem ist Tourismusdirektor Hubertus Schmidt der Idee des öffentlichen WLANs gegenüber aufgeschlossen: „Es ist ein guter Service für den Gast, wir bieten auch hier im Touristikzentrum ein Internetcafé an.“ Konkrete Planungen für weitere Hotspots in der Kernstadt gebe es seitens der Kur- und Freizeit GmbH bisher allerdings noch nicht.

Auch seitens der Stadt stehen die Überlegungen noch ganz am Anfang. „Die technischen Bedingungen sind relativ einfach herzustellen“, sagt Bürgermeister Bernhard Halbe (CDU). „Aber die rechtlichen Fragen sind deutlich schwieriger zu klären.“

Bisher ist es so, dass Anbieter öffentlicher Internetzugänge dafür haftbar gemacht werden können, wenn Nutzer zum Beispiel illegal urheberrechtlich geschützte Inhalte herunterladen. Die Bundesregierung diskutiert momentan einen Gesetzentwurf, der dies ändern und so den Weg für ein dichteres öffentliches WLAN-Netz machen soll. Noch aber gelten die alten Regelungen, die viele rechtliche Grauzonen für Anbieter von öffentlichen Netzen übrig lassen.