Knackpunkt sind die Kunstrasenplätze

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Was wir bereits wissen
Der erste Teil des Bestwiger Sportstättenkonzeptes steht. Der Gemeinderat hat den die Sportplätze betreffenden Teilbereich einvernehmlich verabschiedet.

Bestwig..  CDU und SPD signalisierten dabei auch Bereitschaft, den neuen Naturrasenplatz des TuS Velmede-Bestwig zu fördern. Er sei „eine sinnvolle Ergänzung und Qualitätsverbesserung“, so CDU-Fraktionschef Winfried Gerold. Paul Theo Sommer (SPD) betonte, der Rat müsse ein deutliches Interesse daran haben, dass die Sportvereine weiter funktionierten: „Sie sind ein wichtiges Bindeglied in der Bevölkerung.“

Das Sportstättenkonzept als Bestandsaufnahme soll dazu dienen, künftig Prioritäten bei der Vereinsförderung setzen zu können. In der ersten Runde wurden jetzt die Sportplätze unter die Lupe genommen. 2015 setzen sich die Kommunalpolitiker mit den übrigen Anlagen auseinander.

Demografische Entwicklung

Die demografische Entwicklung sagt voraus, dass sich die Anzahl der möglichen Fußballer bis 2030 um über 40 Prozent reduzieren wird: Dann wird kein Verein in der Gemeinde mehr genügend Spieler haben, um alle Altersklassen mit Mannschaften besetzen zu können. Der Gemeinderat hält Fusionen auf Dauer für unvermeidlich. Winfried Gerold hielt fest: „Gefördert werden sollen nur noch Plätze, die auch langfristig mit Jugendmannschaften ausgelastet sein werden.“ Angesichts der demografischen Entwicklung sollen Sportplätze an drei Standorten ausreichend sein: In Ostwig, Bestwig und im Valmetal.

Knackpunkt sind die Kunstrasenplätze: Sie werden von den Sportlern bevorzugt, die Lebensdauer beträgt aber nur 15 Jahre bis zur ersten umfassenden Sanierung – mit Folgekosten, die dann im sechsstelligen Bereich liegen. Der Rat betont, dass die (preiswerteren) Tennenplätze weiterhin zum Fußballspielen geeignet seien – man dürfe sich schließlich nicht alleine nach den aktuellen Wünschen der Vereine richten.

Die einzelnen Bewertungen:
Nuttlar: Der Rasenplatz wird auf Dauer nicht mehr von der Gemeinde unterstützt. Schließlich verfügt der FC Ostwig-Nuttlar über einen neuen Kunstrasenplatz. Der Verein pflegt den Rasenplatz selbst, solange der Verein sich darum kümmert, bleibt der Platz bestehen.
Andreasberg: Der Rasenplatz wird auf Dauer nicht mehr von der Gemeinde unterstützt, weil der Bedarf dafür zu gering ist. Nur eine Mannschaft von SW Andreasberg nutzt diesen Platz. Weil sich der Verein derzeit um den Platz kümmert, kann der Platz solange weiterbestehen.
Ramsbeck: Der Tennenplatz wird wegen seiner hohen Frequentierung langfristig weiter unterstützt. Der gemeindeeigene Platz wird von Türkiyemspor Ramsbeck, vom TuS Valmetal, der JSG Ostwig-Nuttlar-Valmetal und SW Andreasberg genutzt.
Heringhausen: Mittelfristig wird der Rasenplatz weiter als Ergänzung für die Mannschaften des TuS Valmetal benötigt. Hier soll die Entwicklung des Fußballs im Valmetal beobachtet werden.
Ostwig: Der Kunstrasenplatz gilt als dringend erforderlich für den FC Ostwig-Nuttlar und die Jugendmannschaften der JSG Ostwig/Nuttlar/Valmetal. Das Kunstrasen-Kleinspielfeld wird als notwendige Ergänzung erachtet.
Bestwig: Der Tennenplatz wird weiter dringend benötigt für den TuS Velmede-Bestwig, als sinnvolle Ergänzungen werden das DFB-Minispielfeld und der neue Naturrasenplatz gesehen.