Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft

Sieben Sauerländer Unternehmen haben in diesem Jahr das Heimvorteil-Paket bestückt.
Sieben Sauerländer Unternehmen haben in diesem Jahr das Heimvorteil-Paket bestückt.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Südwestfalen-Agentur und Wirtschaftsförderung HSK werben mit „Überlebens-Paketen“ bei den Abiturienten augenzwinkernd für das Sauerland.

Meschede..  Es ist gut, wenn sich junge Leute nach der Schule erstmal den Wind um die Nase wehen lassen. Doch in der Fremde sollen sie das Sauerland nicht aus dem Blick verlieren - und später auch gern zurückkommen. Ein Überlebens-Paket, das gleichzeitig Werbung für die Arbeitgeber in der Region macht, haben gestern 78 Abiturienten vom Gymnasium der Benediktiner erhalten - gleichzeitig mit den Abi-Noten.

Insgesamt 1000 dieser Pakete werden Wirtschaftsförderung Südwestfalen und Südwestfalen-Agentur in den nächsten Tagen an alle Abiturienten im HSK verteilen. Eine witzige Aktion, die laut HSK-Wirtschaftsförderer Michael Bison darauf aufmerksam machen soll: „Es lohnt sich in die Region zurückzukehren, denn im Sauerland gibt es spannende Arbeitgeber, die sich für euch interessieren.“

Marie Ting von der Südwestfalen-Agentur erinnerte an die 150 Weltmarktführer, die es in Südwestfalen gibt. „Wir sind die drittstärkste Industrieregion in Deutschland.“ Trotzdem ist die PR-Aktion jetzt erstmal aufs Sauerland beschränkt. „Für uns ist das ein ausbaufähiges Modellprojekt. Mit dem Sauerland lässt sich gut emotional werben.“

Sieben Sponsoren aus der Region

Das ganze Paket ist rein regional gefüllt: Taschentücher von Wepa aus Müschede, eine Luftpumpe von SKS aus Sundern, eine Veltins-Bierdose aus Grevenstein, eine Falke-Handy-Socke aus Schmallenberg, Erdnüsse von Felix aus Olsberg, ein Holz-USB-Stick von Egger aus Brilon, eine Tasse mit „I love HSK“ von Rembe aus Brilon und einen Sauerland-Aufkleber vom Sauerland-Tourismus - das Ganze verpackt in Tillmann-Kartons aus Sundern, bestückt bei German-Box und gepackt beim Sozialwerk St. Georg, beide aus Schmallenberg.

Daneben gibt es die Facebookseite „Heimvorteil HSK“, auf der witzige Bilder und Sprüche übers Sauerland geteilt werden, wo aber auch Unternehmen sich vorstellen und so versuchen den Kontakt zu halten und im Gespräch zu bleiben. Damit es im besten Fall so läuft wie bei dem Marketing-Chef eines internationalen Konzerns in Wiesbaden, der aus Arnsberg stammt und nun - mit bald drei Kindern - gern ins Sauerland zurückkehren will. Für den sucht Michael Bison aktuell einen Job.