Kinder und Beruf unter einem Hut

Meschede..  Das Landesprogramm „Teilzeitberufsausbildung – Einstieg begleiten – Perspektiven öffnen“ (TEP) soll die Vereinbarkeit von Berufsausbildung und Kindererziehung sowie Pflege fördern. Das dazu passende Projekt des bzh ( Bildungszentrum des Handels ) soll es ermöglichen, auf eine Ausbildung in Teilzeit vorbereitet zu werden. Informationen zum Projektablauf, zu den Anforderungen und allgemeinen Zulassungsvoraussetzungen gibt es am Mittwoch, 15. April, um 9 Uhr im Bildungszentrum des Handels.

Gute Erfolge erzielt

„Die Maßnahme, die im Hochsauerlandkreis angeboten werden soll, richtet sich an Frauen und Männer, die wegen Elternschaft und Kinderbetreuung oder der Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger eine betriebliche Ausbildung abbrechen oder gar nicht erst beginnen konnten“, so Tobias Eggenstein, stellvertretende Geschäftsführer der Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland. „Das NRW-Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales will mit TEP die Möglichkeit der Teilzeitberufsausbildung bei Menschen ohne Erstausbildung mit Elternpflichten oder mit Pflegeaufgaben sowie bei Ausbildungsbetrieben bekannt machen.

Zwischen ihnen sollen betriebliche Ausbildungsverhältnisse in Teilzeit angebahnt werden. Im vergangenen Jahr wurden mit TEP gute Erfolge erzielt und ein Großteil der Teilnehmerinnen in Teilzeitberufsausbildung vermittelt.“ Menschen ohne (abgeschlossene) Ausbildung, die für die Pflege Angehöriger verantwortlich sind oder Mütter und Väter, die mindestens mit einem Kind im gemeinsamen Haushalt leben und keine oder keine abgeschlossene berufliche Ausbildung haben, können teilnehmen. Sie müssen aufgrund guter Vorbildung geeignet sein, nach einer kurzen Vorbereitungszeit in eine Ausbildung in Teilzeit einzumünden. Bei Bedarf werden sie auf den Übergang in eine Teilzeit-Ausbildungsstelle über einen Zeitraum von maximal sechs Monaten (zum Beispiel mit Berufswegeplanung, Bewerbungstraining, Nutzung der Jobmappe NRW, Selbstlernmöglichkeiten, Coaching, betrieblichen Praktika) vorbereitet.

Außerdem erhalten sie Unterstützung bei der selbstständigen Suche nach einem Ausbildungsplatz in Teilzeit und werden als Auszubildende über maximal acht Monate in der betrieblichen Teilzeitausbildung begleitet.

Förderung durch das Land

Ansprechpartner ist Michael Zaun vom Bildungszentrum des Handels. Er gibt unter anderem Hilfestellung für die Auszubildenden, die Ausbildungsbetriebe, Berufsschulen und die zuständigen Stellen der Kammern. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden dabei unterstützt, Familie und Anforderungen der betrieblichen Teilzeitausbildung miteinander zu vereinbaren. Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW fördert das Programm.