Das aktuelle Wetter Meschede 10°C
Regionale 2013

„Keine Trödelbaustelle“

02.11.2011 | 18:19 Uhr
„Keine Trödelbaustelle“
Die erste Baustelle zur Regionale 2013 an der Fritz-Honsel-Straße mit den zuständigen Ingenieuren der Stadt Meschede Rafael Czochara und Michael Klauke. Foto: Ute Tolksdorf

Meschede.Die erste Baustelle für die Regionale 2013 steht. Seit gestern ist die Brücke auf der Fritz-Honsel-Straße komplett gesperrt. Sie wird saniert. „2012 wird das Jahr mit den größten Bauarbeiten in Meschede“, sagt Bürgermeister Uli Hess. „2013 ist nur noch Feinschliff.“

In der vergangenen Woche war der erste Bewilligungsbescheid zur Regionale 2013 eingetroffen (wir berichteten). Mit diesen 1,4 Millionen Euro plus rund 200 000 Euro aus dem städtischen Haushalt werden vor allem die Renaturierung der Henne, die Brückensanierungen und der Ausbau des Henneparks hinterm Kreishaus vorangetrieben.

„Die Henne soll erlebbar werden, Fische sollen Richtung Hennesee schwimmen können und Kleinstlebewesen und Wasserpflanzen sollen die Chance erhalten, sich anzusiedeln“, erläutert Michael Klauke vom Fachbereich Infrastruktur. Grundlage ist die europäische Wasserrahmenrichtlinie. Dafür müsse die Fließgeschwindigkeit durch Störsteine und einen sich schlängelnden Flusslauf deutlich reduziert werden.

„All das dient auch dem Hochwasserschutz“, sagt Klauke. „Die Henne wird ihr Erscheinungsbild - vor allem am Kreishaus und hinter der Schule unterm Regenbogen - immer wieder verändern. Jetzt ist sie an vielen Stellen eingetieft und rauscht vorbei wie eine Autobahn.“

Henne-Boulevard

Langsamer fließen soll sie und auch die Mescheder sollen Gelegenheit erhalten an ihr vorbei zu promenieren. 1,7 Kilometer ist die Strecke lang - von der Mündung der Henne in die Ruhr bis zum Hennesee. Die jetzt eingesetzten Mittel sollen auch dazu dienen, neue Wege zu schaffen. „In 20 bis 25 Minuten geht man aus der Stadt bis an die Staumauer“, rechnet Bürgermeister Uli Hess vor.

Aktuelle Baustelle

Konkret wird an der Fritz-Honsel-Straße jetzt erst mal die Beschichtung der Straße abgetragen. Der dann von oben sichtbare Beton wird instand gesetzt und abgedichtet, dann kommt ein neuer Belag auf die Fläche. „Wir hoffen natürlich auf gutes Wetter“, sagt Czochara, aber zur Not habe man ein Zelt geordert, unter dem dann die Betonarbeiten stattfinden könnten. Sind die oberirdischen Arbeiten beendet, verschwindet die Baustelle unter die Fritz-Honsel-Straße.

Bei allen Arbeiten spielen Wasserqualität und Umweltschutz eine große Rolle. So erklärt Rafael Czochara, Ingenieur der Stadt Meschede, dass man nicht einfach den Beton oder Eisenteile reinigen könne, Folien müssten das Wasser schützen.

Bis Weihnachten soll die Baustelle abgeschlossen sein. Solange allerdings bleibt die Fritz-Honsel-Straße komplett gesperrt, nur der Rettungsdienst darf passieren. Der Winziger Platz ist weiterhin frei befahrbar, allerdings sind die meisten Stellplätze vor dem Pressehaus gesperrt, weil die Bauarbeiter Platz für Bauwagen und Geräte benötigen.

Im Frühjahr geht es dann an der Zeughausstraße weiter. Auch dort wird die Brücke saniert und schon ein kleines Stück Henne-Deckel abgetragen. Klauke: „Das ist nötig, damit die Bauarbeiter ihr Material runterschaffen können.“

Henne-Deckel

Ist das auch erledigt, wird der gesamte Henne-Deckel abgenommen. „Wir versuchen möglichst wenig Lärm zu machen, sauber zu arbeiten und dafür zu sorgen, dass die Kunden die Geschäfte und Anlieger ihre Wohnungen erreichen, aber das wird eine heiße Nummer“, sagt Michael Klauke und auch der Bürgermeister wirbt um Verständnis. „Es wird über einen längeren Zeitraum zu Unannehmlichkeiten kommen. „Aber das wird keine Trödelbaustelle.“

Ute Tolksdorf

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6040436/create

Aktuelle Fotos und Videos
Schützenfest Oberhenneborn
Bildgalerie
Kieserling König
Schützenfest Bremke
Bildgalerie
"Schmiede" Schulte
Schützenfest Heringhausen
Bildgalerie
Bathen trifft
Schützenfest Olpe
Bildgalerie
König Karbon
Aus dem Ressort
Stolpersteine lassen auch hoffen
Geschichte
Bitte keinen Bogen aus falsch verstandener Ehrfurcht darum machen. Sondern stehen bleiben, sich hinunter beugen, lesen, die Namen auf sich wirken lassen. Und, ja: Man darf auch darüber laufen. Seit gestern erinnern „Stolpersteine“ an die Juden, die aus Meschede deportiert und dann von den Nazis
Foto
Tannenbaum-Erzeuger wollen umweltfreundlicher anbauen
Landwirtschaft
Die 50 größten Tannenbaum-Erzeuger im Sauerland wollen künftig umweltfreundlicher anbauen. Sie kündigten den teilweisen Verzicht auf Spritzmittel an.