Keine Masern dank hoher Impfquote im HSK

Eine Krankenschwester hält einen Kombi-Impfstoff gegen Masern, Röteln und Mumps in der Hand.
Eine Krankenschwester hält einen Kombi-Impfstoff gegen Masern, Röteln und Mumps in der Hand.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Die Masern sind zurück in Deutschland – insbesondere in Berlin. Dort ist in diesen Tagen sogar ein Kind an der Infektion mit dem Virus gestorben. Im Hochsauerlandkreis dagegen herrscht durchweg Entwarnung.

Meschede.. Null Krankheitsfälle mit Masern listet das Gesundheitsamt des Hochsauerlandkreises seit Beginn dieses Jahres auf. Das hat seinen Grund.

„Wir haben in den vergangenen Jahren mehrere Impf-Kampagnen gestartet“, berichtet Dr. Peter Kleeschulte, Leiter des HSK-Gesundheitsamtes. „Auf diese Weise haben wir es erreicht, dass 95 Prozent der Kinder geimpft sind. Das ist der Wert, der angestrebt wird, um die Masern auszurotten.“ Vor acht Jahren, erinnert sich Kleeschulte, sah die Situation noch anders aus. „Das war nicht zufriedenstellend.“

Kinderarzt aufsuchen

In der Folge konzentrierte sich das Kreisgesundheitsamt mit Kampagnen auf die Schulen. „Wir schauen, wer gegen was geimpft ist, ob ein Schutz gegen Masern, Mumps und Röteln vorliegt und bitten die Eltern gegebenenfalls, einen Kinderarzt aufzusuchen.“ Die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kollegen funktioniere dabei hervorragend. Auch 2013 gab es dadurch nur drei und 2012 einen Masern-Fall.

Impfgegner unter den Eltern seien glücklicherweise selten, sagt Kleeschulte. Wozu das führen kann, erlebte er 2011: Gleich 15 Masern-Erkrankungen traten in Eslohe auf. Betroffen war eine religiöse Gemeinschaft, die Impfungen ablehnt. „Zwingen können wir niemanden, nur aufklären und für einen Schutz werben“, so Kleeschulte.