Keine Alternative, sondern eine notwendige Ergänzung

Windkraft..  Herr Neumann nennt in seinem Leserbrief vom 13. Dezember zwei Alternativen zur Windenergie. Die erste Möglichkeit, Energie zu speichern, ist keine Alternative, sondern eine notwendige Ergänzung zur Wind- und Sonnenenergie. Wer Energie speichern will, braucht dazu den Strom aus Sonne und Wind. Herr Neumann erwähnt in seinem Leserbrief lediglich die Speicherung von Sonnenenergie. Die Industrie würde sich mit der Entwicklung von effizienten Speichern nicht befassen, gäbe es keine Wind- und Sonnenenergie.


Dass alte Kraftwerke dringend durch effektivere, schadstoffärmere ersetzt werden müssen, hilft bei der Schadstoffverringerung und ist für das Klima wichtig. Das kann aber nicht heißen, dass man deshalb auf Sonnen- und Windenergie verzichtet. Kohle, Gas, Öl sind auch bei noch so sparsamem Verbrauch vergänglich.


Ich schwadroniere (lt. Duden: wortreich und prahlerisch schwatzen) in meinem Leserbrief vom 9. Dezember nicht, wie es Herr Koßmann in seinem Leserbrief vom 15. Dezember behauptet, sondern setze mich sachlich mit dem vorausgegangenen Leserbrief des Herrn Meyer und dem Problem der Windkraft als Teil der Energiewende auseinander.


Jeder ernstzunehmende Befürworter der Windkraft ist auch bereit, in der Nähe von Windkraftanlagen zu wohnen, wenn alle mit den Bürgern und den Politikern abgestimmten Kriterien eingehalten werden. Dass viele vorgesehene Flächen in den Städten und Gemeinden des HSK – auch in der Gemeinde Eslohe – an den Rändern liegen, hängt unter anderem auch mit der geringeren Besiedlung und anderen Kriterien in diesen Gebieten zusammen. Auch Esloher Bürger sind in Zukunft betroffen und bereiten sich sachlich darauf vor.


Würden alle von Ihnen genannten negativen Folgen von Windrädern die Anwohner belasten, wäre zum Beispiel die norddeutsche Küstenregion menschenleer. Es soll dort sogar Touristen geben, die die Windräder als Zeichen des technischen Fortschritts und als Beitrag zur Klimaverbesserung für zukünftige Generationen begrüßen.


Ich respektiere die in der Homepage dargestellte ausschließlich negative Einstellung des Vereins für Umweltschutz und Naturschutz Schmallenberg zur Windenergie, (zutreffender wäre der Name: Bürger gegen Windkraft) erwarte aber auch den nötigen Respekt für Bürger, die sich ernsthaft und verantwortungsvoll um die Erhaltung einer sauberen Umwelt und eine Energiewende auch mit Windkraft im Sauerland bemühen.


Johannes Schwanekamp, Eslohe