Junges Gemüse will den Kürbis-Cup

Anne Marie Scharfenbaum (Kindergarten Maria im Eichholz Brilon) und Petra Decker (Kindergarten Assinghausen) nehmen aus den Händen der beiden  Azubis Lena Böhm und Jennifer Brunert (v.l.) die Kürbissamen entgegen.
Anne Marie Scharfenbaum (Kindergarten Maria im Eichholz Brilon) und Petra Decker (Kindergarten Assinghausen) nehmen aus den Händen der beiden Azubis Lena Böhm und Jennifer Brunert (v.l.) die Kürbissamen entgegen.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
900 KInder aus Brilon, Olsberg und Bestwig machen beim ersten „Kürbis-Cup“ mit.

Brilon/Olsberg.  . Das ist ja mal eine gute Idee, um Kinder für das Thema Abfalltrennung und Umwelt zu sensibilisieren. 890 Jungen und Mädchen aus 27 Kindergärten, Tagesstätten und Grundschulen im Raum Bestwig, Brilon und Olsberg machen mit beim „Kürbis-Cup“. Erstmals dazu eingeladen hat die Entsorgungsfirma Stratmann, die bundesweit an acht Standorten tätig ist und den Müll von rund einer Million Menschen entsorgt.

Fast 900 Kinder werden in den nächsten Wochen ganz genau aufpassen, was zunächst im Einmachglas vor der Fensterbank und später draußen im Beet passiert. Schließlich wollen sie am 14. September möglichst das dickste Exemplar ins Rennen schicken und den „Kürbis-Cup“ gewinnen.

Holzspielgerät als Hauptpreis

Als 1. Preis gibt es ein von der Firma Pieper-Holz in Assinghausen spendiertes Holzspielgerät nach Wahl im Wert von 1200 Euro; danach folgen gestaffelte Geldpreise über insgesamt 500 Euro. Lehrer und Erzieher der 51 teilnehmenden Gruppen haben sich inzwischen im Briloner Kompostwerk das Rüstzeug für den Wettbewerb abgeholt: Ein Tütchen mit Speisekürbis-Samen“ der Sorte „Halloween Neon F1“ und einen Eimer mit Anzuchterde. Jetzt kann es losgehen.

„Ende Mai bekommen die Teilnehmer von uns ein Kompostgestell, noch einmal eine größere Menge Erde und wir werden jeden teilnehmenden Kindergarten bzw. jede Grundschule einmal besuchen und zum Beispiel über Abfalltrennung oder Entwicklungsstadien des Kompostes informieren“, erklären Jennifer Brunert und Lena Böhm. Die beiden sind Auszubildende bei der Firma Stratmann. Sie und weitere angehende Kolleginnen als Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft betreuen das Projekt im Rahmen ihrer Lehre weitgehend in Eigenregie. Und selbstverständlich fährt in jedem Kindergarten und in jeder Klasse auch einmal ein echtes großes Müllfahrzeug vor, das inspiziert werden darf.

Müllwagen kommt zu Besuch

Das Kürbis-Projekt beinhaltet aber auch Unterrichtsmaterialien wie Malbücher, ein Wachstums-Tagebuch und einen Newsletter, bei dem alle Teilnehmer auf dem neuesten Stand gehalten werden, wie weit denn die Mitbewerber inzwischen sind. Am 14. September werden die mit Namensschild versehenen Kürbisse eingesammelt und gemessen

„Wir waren von der Resonanz auf unseren Aufruf überwältigt und freuen uns, dass so viele Kinder mitmachen. Für den 19. September planen wir in Brilon oder in Bestwig die große Abschlussveranstaltung mit allen Siegern“, sagt Geschäftsführer Jean-Michael Hachmann. Die Firma – 1958 in Velmede als mittelständischer Familienbetrieb gegründet mit inzwischen 390 Mitarbeitern – möchte mit der Aktion einen Beitrag für verantwortungsvollen Umgang mit Abfall und wertvollen Ressourcen leisten.